Abo
  • Services:

Mozilla BrowserID

Ein-Klick-Login für alle Websites und Browser

Login mit einem Klick, ohne für jede Website ein spezielles Passwort angeben zu müssen, das verspricht Mozillas neues Projekt BrowserID. Für Websitebetreiber soll das System ebenfalls extrem einfach zu nutzen sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Mozilla BrowserID: Ein-Klick-Login für alle Websites und Browser
(Bild: Mozilla)

Mozilla stellt mit BrowserID ein universelles Loginsystem für Websites vor, bei dem sich Nutzer mit einem Klick anmelden können. Nutzer melden sich dabei einfach mit ihrer E-Mail-Adresse an und benötigen kein Passwort, um sich auszuweisen. Dabei macht Mozilla sich zunutze, dass viele Websites schon heute Nutzer anhand ihrer E-Mail-Adresse identifizieren, mindestens dann, wenn diese ihr Passwort vergessen haben und ein neues an ihre hinterlegte E-Mail-Adresse geschickt bekommen.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Mannheim, deutschlandweit
  2. Universitätsklinikum Frankfurt, Frankfurt am Main

BrowserID nutzt dazu das Verified Email Protocol und bindet E-Mail-Provider ein, ohne deren Mitarbeit zu erzwingen. Und obwohl Mozillas Lösung darauf abzielt, direkt im Browser implementiert zu werden, ist die erste Version des BrowserID-Clients komplett in HTML und Javascript umgesetzt und läuft in allen modernen Browsern, auch im Internet Explorer und auf mobilen Endgeräten.

Wie funktioniert BrowserID

BrowserID nutzt verifizierte E-Mail-Adressen. Meldet sich ein Nutzer bei einem primären Identitätsprovider an, erzeugt dieser ein Schlüsselpaar, dessen privater Schlüssel im Browser gespeichert wird, während der öffentliche Schlüssel vom primären Identitätsprovider öffentlich zur Verfügung gestellt wird. Ein solcher primärer Identitätsprovider kann ein E-Mail-Anbieter wie GMX, Web.de oder Google Mail sein, muss es aber nicht.

Klickt ein Nutzer nun auf einen Login-Button einer Website, die BrowserID unterstützt, wird er vom Browser aufgefordert, eine der hinterlegten, verifizierten E-Mail-Adressen zur Anmeldung auszuwählen. Anschließend übermittelt der Browser diese E-Mail-Adresse, die zuvor mit dem privaten Schlüssel signiert wurde, zusammen mit einem Zeitstempel und einer sogenannten Audience Restriction an die Website.

Die Website prüft die Daten: Zunächst holt sie dazu mit einem Webfinger-Lookup über SSL den öffentlichen Schlüssel vom primären Identitätsprovider und prüft dann anhand des öffentlichen Schlüssels die Signatur. Passen die Daten zusammen, kann die Website davon ausgehen, dass der Browser von einem Nutzer mit der entsprechenden E-Mail-Adresse verwendet wird.

Wenn E-Mail-Anbieter nicht mitmachen

Mozilla geht davon aus, dass keinesfalls alle E-Mail-Anbieter das System unterstützen werden. Um dem gerecht zu werden, werden sekundäre Identitätsprovider eingesetzt. Dabei handelt es sich um einen vertrauenswürdigen Itermediär, der die E-Mail-Adressen verifiziert. Wie diese Prüfung stattfindet, bleibt dem sekundären Identitätsprovider überlassen, ähnlich wie bei Anbietern von Zertifikaten. Letztendlich entscheiden die Nutzer und Websitebetreiber, ob sie einem solchen Anbieter vertrauen.

Die Anmeldung bei einer Website läuft auf die gleiche Art und Weise ab wie zuvor beschrieben, im Browser wird lediglich zusätzlich die ausgebende Stelle der ID hinterlegt und an Websites übermittelt.

Verifikationsdienste

Die Prüfung der Zertifikate ist nicht ganz trivial. Daher erwartet Mozilla, dass sich vor allem kleinere Websites mit der Implementierung schwertun. Abhilfe schaffen sollen spezielle Verifikationsdienste, vertrauenswürdige Dritte, die die Prüfung der Zertifikate übernehmen. Dazu muss eine Website nur die vom Browser übermittelten Logindaten zusammen mit dem erwarteten Audience-String über SSL mit einem POST-Request an einen Verifikationsdienst schicken. Der Verifikationsdienst liefert dann den entsprechenden Anwortcode zurück.

Die Verwendung des Audience-String soll Angriffe verhindern, bei denen die Anmeldung bei anderen Websites unerlaubt genutzt wird.

Nur ein paar Zeilen Javascript

Websites können BrowserID ohne großen Aufwand verwenden, denn Mozilla stellt unter browserid.org eine komplette Implementierung des Systems zur Verfügung und betreibt zudem einen Verifikationsdienst.

Wer also Nutzern die Anmeldung per BrowserID erlauben will, muss dazu lediglich wie unter browserid.org/developers.html beschrieben Mozillas BrowserID-Bibliothek einbinden und in der Funktion navigator.id.getVerifiedEmail() festlegen, was passieren soll, wenn ein Nutzer erfolgreich angemeldet ist oder die Anmeldung fehlschlägt.

Mozilla will BrowserID in künftige Versionen von Firefox integrieren und hofft, dass auch andere Browserhersteller das System übernehmen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 216,50€
  2. 23,99€

Sinnfrei 20. Nov 2011

Naja, der Umweg über Javascript ist auf jeden Fall irgendwie doof, da die...

BLi8819 19. Nov 2011

Also bei Firefox muss ich nur auf Anmelden klicken. Bei Opera nur auf den Schlüssel...

Falkentavio 18. Jul 2011

OpenID verfolgt AFAIK einen anderen Ansatz. Hier hat man einen zentralen Login für alle...

elitezocker 16. Jul 2011

Wer soooo viele PCs besitzt ist bestimmt ein Hacker. Und die brauchen keine...

/mecki78 15. Jul 2011

Also ich finde das höchst vertrauenswürdig, wenn ein Anbieter, nur aufgrund der...


Folgen Sie uns
       


MTG Arena Ravnica Allegiance - Livestream 1

Im ersten Teil unseres Livestreams erklären wir alle neuen Mechaniken von Ravnica Allegiance.

MTG Arena Ravnica Allegiance - Livestream 1 Video aufrufen
Raspberry Pi: Spieglein, Spieglein, werde smart!
Raspberry Pi
Spieglein, Spieglein, werde smart!

Ein Spiegel, ein ausrangierter Monitor und ein Raspberry Pi sind die grundlegenden Bauteile, mit denen man sich selbst einen Smart Mirror basteln kann. Je nach Interesse können dort dann das Wetter, Fahrpläne, Nachrichten oder auch stimmungsvolle Bilder angezeigt werden.
Eine Anleitung von Christopher Bichl

  1. IoT mit LoRa und Raspberry Pi Die DNA des Internet der Dinge
  2. Bewegungssensor auswerten Mit Wackeln programmieren lernen
  3. Raspberry Pi Cam Babycam mit wenig Aufwand selbst bauen

Android-Smartphone: 10 Jahre in die Vergangenheit in 5 Tagen
Android-Smartphone
10 Jahre in die Vergangenheit in 5 Tagen

Android ist erst zehn Jahre alt, doch die ersten Geräte damit sind schon Technikgeschichte. Wir haben uns mit einem Nexus One in die Zeit zurückversetzt, als Mobiltelefone noch Handys hießen und Nachrichten noch Bällchen zum Leuchten brachten.
Ein Erfahrungsbericht von Martin Wolf

  1. Sicherheitspatches Android lässt sich per PNG-Datei übernehmen
  2. Google Auf dem Weg zu reinen 64-Bit-Android-Apps
  3. Sicherheitslücke Mit Skype Android-PIN umgehen

Radeon VII im Test: Die Grafikkarte für Videospeicher-Liebhaber
Radeon VII im Test
Die Grafikkarte für Videospeicher-Liebhaber

Höherer Preis, ähnliche Performance und doppelt so viel Videospeicher wie die Geforce RTX 2080: AMDs Radeon VII ist eine primär technisch spannende Grafikkarte. Bei Energie-Effizienz und Lautheit bleibt sie chancenlos, die 16 GByte Videospeicher sind eher ein Nischen-Bonus.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Grafikkarte UEFI-Firmware lässt Radeon VII schneller booten
  2. AMD Radeon VII tritt mit PCIe Gen3 und geringer DP-Rate an
  3. Radeon Instinct MI60 AMD hat erste Grafikkarte mit 7 nm und PCIe 4.0

    •  /