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Schwierigkeiten sind zu erwarten

Bei der Pflichtortung sehen wir Probleme, da vom Anwender grundsätzlich eine oberirdische Ortung verlangt wird. In Tunneln sollte sich der Anwender nicht einbuchen. Zwar gelten die QR-Codes an Haltestellen und Bahnhöfen als eindeutige Orte, aber es kann passieren, dass die Hintergrundortung der Anwendung versagt. GPS-Empfang benötigt seine Zeit und so ist davon auszugehen, dass in vielen Fällen eine GSM- oder WLAN-Ortung durchgeführt wird. Die kann unterirdisch durchaus ungenau sein und mehrere Kilometer falschliegen. Vergisst der Anwender dann auch noch die Abmeldung, kann er sich im Streitfall für die Berechnung des richtigen Tarifs nicht auf die Ortungsdaten verlassen. Ein Problem, das mit der NFC-Technik übrigens nicht passieren soll, da diese Tags im Unterschied zu QR-Codes nicht kopierbar sind.

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BVG-Vertreter wollten sich zu diesen Problemstellungen nicht äußern, betonten aber, dass solche Schwierigkeiten während der Anfangsphase vom Kundenservice kulant geregelt werden sollen. Wie das in der Praxis aussehen wird, lässt sich noch nicht beurteilen. Der mögliche Schaden ist aber gering, da maximal eine Tageskarte für 6,30 Euro fällig wird, wenn eine Einigung mit der BVG nicht gelingt oder eine Beschwerde einfach vergessen wird. Der Nutzer muss auch nicht damit rechnen, dass er für die nächsten Tage ebenfalls zahlen muss. Letztendlich liegt damit jedoch viel Verantwortung beim Nutzer.

  • Pläne der BVG besitzen schon seit Jahren QR-Codes. (Bilder: Andreas Sebayang)
  • Unscheinbar in der Ecke können sie als Startpunkt abfotografiert werden.
  • Carlos Reinsch, Projektmanager der BVG, kurz vor dem Einstieg...
  • ... in die Straßenbahnlinie M5 Richtung Alexanderplatz.
  • Reinsch bestimmt den Startpunkt über die Ortung des Smartphones.
  • Wer kontrolliert wird, muss diesen Code vorzeigen.
  • Angekommen. Auf dem Alexanderplatz muss Reinsch sich wieder abmelden.
Reinsch bestimmt den Startpunkt über die Ortung des Smartphones.

Für Beschwerden werden die dafür notwendigen Daten der Nutzer sechs Monate gespeichert. Die Deutsche Bahn versichert, dass nur sehr wenige Personen überhaupt Zugriff auf die Daten haben und auch nur bei der Abrechnung im Problemfall. Sonst seien die Daten anonymisiert.

Fahrscheinkontrolle mit Technik

Bei Fahrscheinkontrollen muss die BVG technisch aufrüsten. Sie benutzt Scangeräte, die das Bild von einem Smartphone ablesen können. Bisher wurde nur eine Sichtprüfung durchgeführt. Für eine elektronische Kontrolle reicht das aber nicht mehr aus. Auf dem Smartphone ist dann ein QR-Code zu sehen, der beweisen soll, dass der Anwender ein gültiges Touch-&-Travel-Ticket besitzt. Wer mit einem leeren Akku erwischt wird, wird so behandelt, wie derjenige, der seinen Fahrschein verloren hat. Er fährt erst einmal schwarz. Immerhin kann der Touch-&-Travel-Nutzer im Nachhinein nachweisen, dass er sich eingebucht hat.

  • Pläne der BVG besitzen schon seit Jahren QR-Codes. (Bilder: Andreas Sebayang)
  • Unscheinbar in der Ecke können sie als Startpunkt abfotografiert werden.
  • Carlos Reinsch, Projektmanager der BVG, kurz vor dem Einstieg...
  • ... in die Straßenbahnlinie M5 Richtung Alexanderplatz.
  • Reinsch bestimmt den Startpunkt über die Ortung des Smartphones.
  • Wer kontrolliert wird, muss diesen Code vorzeigen.
  • Angekommen. Auf dem Alexanderplatz muss Reinsch sich wieder abmelden.
Wer kontrolliert wird, muss diesen Code vorzeigen.

Insgesamt erfordert das System bei Berlinfahrten ein Umdenken, zumindest für Ortsansässige, die mit dem Tarifsystem vertraut sind. Statt einfach einen Fahrschein zu kaufen, muss sich nun bei jeder Fahrt an- und abgemeldet werden. Wer häufig fährt, hat aber ohnehin eine Zeitkarte, beispielsweise für den aktuellen Monat. Für Gelegenheitsfahrer ergeben sich durchaus Vorteile, da ihnen das Tarifsystem egal sein kann und sie so schnell ihre Fahrten überprüfen können.

Durch die bewussten Einschränkungen ist der Nutzen von Touch & Travel derzeit noch nicht zu erkennen. Wenn BVG und Deutsche Bahn es schaffen, das ganze Tarifsystem in Touch & Travel abzubilden, wird sicher der ein oder andere auf dieses System umsteigen. Vor allem eine bundesweite Einführung klingt vielversprechend, denn selbst Nahverkehrsprofis haben in anderen Städten mitunter ihre Schwierigkeiten, die Tarifsysteme nachzuvollziehen.

Weitere Informationen zum Smartphone-Ticket gibt es für Berliner und Berlin-Interessierte unter bvg.de/handyticket.

 Touch & Travel bildet nur einen sehr kleinen Bereich der Tarifsysteme ab
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as (Golem.de) 11. Sep 2014

Hallo, huh? Ich hab eine ABC-Fahrcard und wurde im C-Bereich auch schon kontrolliert...

Der Kaiser! 19. Jul 2011

https://www.golem.de/0812/64341.html

Der Kaiser! 19. Jul 2011

Überall verfügbar. Nur nicht in Berlin. <.<

Der Kaiser! 18. Jul 2011

Meinten sie "Klau a Bike"?

Der Kaiser! 18. Jul 2011


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