GNU: Debian 7 kommt offiziell mit Hurd als Kernel

In einem Statusreport(öffnet im neuen Fenster) zu Hurd legen die Entwickler die Pläne für die offizielle Unterstützung des GNU-Kernels in Debian vor. Bereits Debian 6 Codename Squeeze kann mit Hurd als Kernel genutzt werden. Seit Mai 2011 existieren auch Installationsimages(öffnet im neuen Fenster) , die den grafischen Installer des Debian-Projekts nutzen. Mit Debian Wheezy soll der Kernel offiziell von dem Projekt unterstützt werden. Geplant ist die Veröffentlichung von Debian 7 Wheezy frühestens für Ende 2012 oder Anfang 2013.
Die Debian-Variante mit dem Kernel von FreeBSD deckt circa 85 Prozent der rund 30.000 Pakete des Projekts ab und wird bereits offiziell vom Debian-Projekt unterstützt. Bis jetzt sind lediglich 68 Prozent der Pakete auf Hurd portiert(öffnet im neuen Fenster) , da dem Kernel einige Funktionen fehlen. Um die Unterstützung weiter zu verbessern, arbeitet Jérémie Koenig im Rahmen des Google Summer auf Code daran, Hurd Java beizubringen(öffnet im neuen Fenster) . Nebenbei will er auch noch Fehler im Code von Hurd(öffnet im neuen Fenster) beseitigen.
Außerdem existieren Prämien für die Implementierung von Funktionen(öffnet im neuen Fenster) in Hurd. Dazu zählen die Unterstützung für die Programmiersprachen Go und Ada oder auch die Verbesserung der Speicherverwaltung von Gnu Mach.
Die Entwicklung von Gnu Hurd begann 1990 durch das GNU-Projekt der Free Software Foundation . Jedoch wurde der Kernel schon bald von Linux verdrängt und die Entwicklung von Hurd geriet ins Stocken. So entspricht die heutige Unterstützung für Netzwerkgeräte in Hurd in etwa denen, die in Linux 2.0 enthalten waren. Neben Debian versucht auch die Distribution Arch(öffnet im neuen Fenster) den Hurd-Kernel zu unterstützen.