VLC-Entwickler

Bedrohung freier Software durch Malware-Fälschungen

Open-Source-Software würde zu häufig für die Verbreitung von Malware missbraucht. Diese Fälschungen beunruhigen VLC-Entwickler Ludovic Fauvet. Doch den Open-Source-Entwicklern fehlt meist das Geld, um dagegen vorzugehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Film Sintel der Blender Foundation im VLC-Player
Der Film Sintel der Blender Foundation im VLC-Player (Bild: haha169/Wikipedia.org, Blender Foundation - CC-BY 3.0)

Einer der Entwickler des VLC-Mediaplayers Ludovic Fauvet beschwert sich in seinem Blog über dreiste Fälschungen der Anwendung. Zwar erlaube die GNU General Public License (GPL) explizit, den Player weiterzureichen, jedoch würden einige Anbieter die Verfügbarkeit des Quellcodes ausnutzen. Sie bündelten den Player mit Malware, böten ihn nur binär zum Download an und verstießen damit gegen die Urheberrechte der Autoren, so Fauvet.

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Nutzer könnten leicht das Original mit der Malware-Applikation verwechseln, da die unlauteren Anbieter auch das Urheberrecht für sich beanspruchten. "Das ist nicht akzeptabel. Das Ergebnis ist ein Produkt, das nicht arbeitet wie gewünscht, nicht deinstalliert werden kann und klar die Nutzer und deren Freiheit missbraucht", schreibt Fauvet. Darüber hinaus führe dies dazu, dass das Ansehen des Players und der Entwickler in Misskredit kommen würde. Das sei "zeitraubend, Zeit, die nicht in Entwicklung gesteckt werden kann."

Fehlende finanzielle Mittel

Das größte Problem bei der Verletzung der Urheber- und eventueller Markenrechte ist, dass die Entwickler nicht dagegen vorgehen können. Dies treffe auf viele Projekte zu, denn es fehle oft schlicht das Geld für Rechtsstreitigkeiten. Anders sieht es bei Firmen wie Mozilla aus, die die nötigen Kapazitäten haben, um ihre Rechte geltend zu machen.

Die zwielichtigen Anbieter schalten auch Werbung bei Suchmaschinen. Um diese mit eigener Werbung zu verdrängen, fehlt den Projekten ebenso häufig das Geld. Ein Versuch Fauvets, darüber mit Google ins Gespräch zu kommen, scheint wenig erfolgversprechend. Immerhin verdiene Google "Geld durch diese Betrüger", schreibt Fauvet in einem Kommentar. Mittlerweile sei Fauvet jedoch von Google-Mitarbeitern kontaktiert worden. Er hoffe, zusammen mit ihnen ein Lösung für das Problem zu finden.

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Fauvet gibt in seinem Blog eine Vielzahl von Webseiten an, die den Player unrechtmäßig verteilen. Als Ausweg bleibt dem Entwickler nur, auf positive Propaganda zu setzen. Er fordert dazu auf, das Programm nur von der offiziellen Webseite herunterzuladen und jedem zu erzählen, dass der VLC immer kostenlos sein wird.

Der VLC-Media-Player steht für Windows, Mac OS X, Linux und weitere Betriebssysteme zum Download unter videolan.org bereit.

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y.m.m.d. 15. Jul 2011

Und dann können Sie die Hashs nicht mit ändern? ;-)

y.m.m.d. 15. Jul 2011

Ich meinte beliebt bei den Entwicklern von Schadsotware. Das die Software umsonst ist...

syntax error 15. Jul 2011

Wieso? Gerade die Herstellerseite ist doch oft das erste Ziel, weil das oft weniger...

Threat-Anzeiger 14. Jul 2011

Es würde sich sehr wohl etwas ändern. Das derzeitige Problem ist, dass diverse...

GodsBoss 14. Jul 2011

Exakt, klappt doch bei Kinderpornografie ganz wunderbar. Und im Fall von Urheberrechten...



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