Angeschaut: Neuer Android Market für Smartphones und Tablets

Der Android Market 3.0.26 wird auf alle Smartphones und Tablets verteilt, auf denen mindestens Android 2.2 läuft. Modelle mit vorherigen Android-Versionen erhalten das Update nicht. Das sind nach den aktuellen Google-Zahlen noch immer 30 Prozent der verwendeten Android-Geräte . Die Webversion des Android Market hatte Google schon im Mai 2011 überarbeitet, nach zwei Monaten Wartezeit finden diese Änderungen nun ihren Weg auf die mobilen Begleiter.

Die wichtigsten Neuerungen im Android Market werden den meisten Anwendern vorerst vorenthalten, weil es die entsprechenden Funktionen derzeit ausschließlich in den USA gibt. Dazu gehören die Filmausleihe und der Kauf elektronischer Bücher.









Die Startseite der deutschen Version des Android Market wirkt im Vergleich zur US-Version überfrachtet und es fehlt eine klare Struktur. Während die US-Version deutlich erkennbar die Bereiche Anwendungen, Spiele, Bücher und Videos per Klick anbietet, fehlt das im deutschen Android Market. Dieser liefert nur die beiden Rubriken Spiele und Unsere Auswahl zum Drauftippen.
Nutzer blättern mittels Fingerwisch durch die Rubriken
Von der Startseite aus erscheint mit einem Fingerwisch nach rechts eine Übersicht der Kategorien im Android Market. Weiter nach links kann sich der Anwender nicht bewegen. Auf den Seiten rechts der Startseite kommen die Rubriken mit den besten kostenpflichtigen Applikationen, den besten kostenlosen Anwendungen, den erfolgreichsten Programmen, den neuen kostenpflichtigen Applikationen, neuen Gratisanwendungen und schließlich nach sechsmal Blättern auf der letzten Seite die Trends-Rubrik.
Überarbeitete Anwendungsdetails
Ein direktes Anspringen der einzelnen Rubriken ist nicht vorhanden, der Nutzer muss also viel blättern, wenn er sich etwa über die aktuellen Trends informieren will. Nur zur Startseite kann mit einem Tippen auf das Android-Market-Icon gesprungen werden. Mit Trends sind vermutlich die Applikationen gemeint, die in den letzten Stunden besonders häufig heruntergeladen wurden. Eine genaue Beschreibung fehlt in Googles entsprechender Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) . Auch die Rubrik der erfolgreichsten Anwendungen ist nicht näher erläutert. Es kann vermutet werden, dass es die Anwendungen zeigt, mit denen Entwickler die meisten Einnahmen erzielen konnten.









Auch die Programmdetails wurden überarbeitet. Ganz oben ist immer die Funktion zum Download einer Anwendung vorhanden. Darunter erscheint die Bildergalerie, durch die der Nutzer nach rechts und links scrollen kann. Durch Herunterscrollen erreicht der Anwender die Programmbeschreibung sowie Informationen über die jüngsten Änderungen an der Software sowie den Kommentarbereich. Alle drei Bereiche können aufgeklappt werden, um weitere Details zu sehen.
Aktualisierungsfunktion landet im Programmmenü
Den Bereich Meine Apps zum Aktualisieren der installierten Anwendungen hat Google lieblos in das Programmmenü verfrachtet. Damit ist diese Funktion deutlich umständlicher als im vorherigen Android Market zu erreichen. Im Android Market 2.3.6 hatte Meine Apps einen eigenen Bereich im Hauptbildschirm. Wer sich kürzlich über das Vorgehen von Vodafone geärgert hatte, dürfte darüber nicht begeistert sein. Vodafone hatte den bisherigen Android Market so verändert, dass die Verknüpfung zu Meine Apps durch eine Verlinkung auf den speziellen Vodafone-Bereich überschrieben wurde. Auch im Vodafone-Fall ist der Bereich Meine Apps dann nur noch per Programmmenü erreichbar.
Beim Aktualisieren von Anwendungen selbst ist nun deutlich besser zu sehen, welche Änderungen eine Anwendung bringt. Im Android Market 2.3.6 musste der Nutzer immer erst herunterscrollen, die Programmbeschreibung aufklappen, nochmal ans Ende des Bereichs scrollen, um dann zu erfahren, was sich mit dem Update ändert. Im Android Market 3.0.26 muss in der Programmbeschreibung nur etwas nach unten gescrollt werden und es erscheinen auf einen Blick die Änderungen, die das Update bringt.
Google will den Android Market 3.0.26 in den kommenden Wochen verteilen. Es kann also noch einige Zeit dauern, bis die neue Version bei allen Besitzern eines Android-Geräts angekommen ist.



