Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Putty 0.6.1: Update des SSH-Clients nach vier Jahren Schweigen

Die Entwickler des SSH- und Telnet-Clients Putty melden sich nach vier Jahren mit einem Update zurück. Putty 0.61 enthält viele neue Funktionen, darunter die SSH-2-Authentifizierung über das GSSAPI.
/ Jens Ihlenfeld
29 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Putty 0.6.1 (Bild: Golem.de)
Putty 0.6.1 Bild: Golem.de

Vor fast vier Jahren veröffentlichten die Putty-Entwickler zuletzt eine stabile Version. Nun erscheint ein Update des freien SSH- und Telnet-Clients. Die Aktualisierung Putty 0.61 enthält viele neue Funktionen. So wurde die Unterstützung für die SSH-2-Authentifizierung über das GSSAPI(öffnet im neuen Fenster) sowohl in der Variante für Windows als auch für Unix-ähnliche Systeme integriert.

Zu den Windows-spezifischen Änderungen gehört, dass Putty für eine X-Weiterleitung genutzt werden kann. Dazu ist es nicht mehr notwendig, den lokalen X-Server für alle Verbindungen zu öffnen. Die anderen Neuerungen der Windows-Variante sind grafischer Natur. So unterstützt Putty nun Aero in Windows 7. Gespeicherte Sitzungen können direkt über die Sprunglisten der Taskleiste gestartet werden.

Auf der Unix-Seite gibt es ebenfalls einige spezifische Neuerungen. So lässt sich der GTK-Client mit GTK 2 kompilieren, wodurch die Oberfläche schöner aussehen soll. Bisher haben viele Distributionen inoffizielle Versionen mit dieser Möglichkeit angeboten. Das Ganze wurde jedoch nie offiziell unterstützt.

Schnellerer Schlüsselaustausch

Der Austausch von SSH-Schlüsseln soll in der neuen Version rund dreimal so schnell erfolgen wie in der Version 0.6.0. SSH-2-Verbindungen werden auf eine andere Art und Weise gestartet, so dass weniger Pakete ausgetauscht werden müssen. Ähnliches gilt für das Windowmanagement, wovon die Übertragung großer Datenmengen profitiert, auch bei Port-Forwarding und SFTP sowie SCP.

Im Zusammenspiel mit OpenSSH kann mit Putty 0.6.1 wieder eine Kompression verwendet werden. Dazu unterstützt Putty die von OpenSSH verwendete, besser gesicherte Kompressionsvariante.

Nutzer von Kerberos können ab sofort ihr bestehendes Sinlge-Sign-On auch für SSH-Verbindungen über Putty nutzen. Allerdings ist dies noch mit einigen kleinen Fehlern behaftet.

Zudem kann Putty künftig explizit der Hostname des Rechners übergeben werden, mit dem es sich verbinden soll. Wird beispielsweise Port-Forwarding genutzt, unterscheidet sich das angegebene Ziel von dem letztendlich erreichten. In solchen Fällen sucht Putty den Hostkey dann unter dem angegebenen Zielnamen.

Putty 0.6.1 steht unter chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty(öffnet im neuen Fenster) zum Download bereit. [von Sebastian Grüner und Jens Ihlenfeld]


Relevante Themen