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3G-Modem ist schnell einsatzbereit

Interessant ist die Funktion der Wiederaufnahme von Mobilfunkverbindungen (WWAN) sowie das automatische Umschalten zwischen WLAN und WWAN. Ist ein bekanntes WLAN in der Nähe aufgespannt, bleibt das Modem in Bereitschaft. Fällt das WLAN weg, weil es außerhalb der Reichweite ist, schaltet das Gerät automatisch auf WWAN um. Der Nutzer bekommt von dieser Umschaltung nur in seltenen Fällen etwas mit. Laufende Downloads werden beispielsweise gestoppt und nicht automatisch wieder aufgenommen. Das ist bei anderen Betriebssystemen aber auch nicht anders.

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Anders ist hingegen die Standardeinstellung, sich nach Möglichkeit sofort mit einem Mobilfunknetz zu verbinden. Die Geschwindigkeit des Modems fällt positiv auf und damit ist nicht die Datenrate, sondern die Reaktionszeit gemeint. In Tests baute das Samsung Chromebook in 15 bis 18 Sekunden eine Netzwerkverbindung auf. Wer empfehlenswerterweise nach einem Standby das Google-Passwort nochmal abfragen lässt, hat beim Einloggen durchaus Mühe, schneller zu sein.

  • Samsungs Chromebook. Unsere Version hat eine helle Rückseite. (Bilder: Andreas Sebayang)
  • Im Handel gibt es auch Varianten mit dunklem Deckel.
  • Die SIM-Karte ist seitlich zugänglich...
  • ... und kann hinter einer Klappe versteckt werden.
  • SD-Karten stehen minimal hervor.
  • Linke Seite mit VGA-Ausgang und USB-Anschluss. Beide sind hinter einer Klappe.
  • Rechte Seite mit dem SIM-Karten-Halter
  • Geschlossene Klappe auf der rechten Seite. Nur dieser USB-Port bleibt frei zugänglich.
  • Ein mattes Display ist mittlerweile etwas Besonderes.
  • Googles Chrome-Logo verziert die Rückseite.
  • Eigentlich ist das Chromebook ziemlich dünn...,
  • ... wären da nicht die 4 mm hohen Gummifüße.
  • Chrome OS: Ein Browser mit Tabs und kleine Anwendungen unten. Eine Akkuwarnung wird unten angezeigt.
  • Scratchpad, Google Talk und Benachrichtigungen. Die kleinen Fenster verschwinden fast, wenn der Anwender nicht mit dem Mauscursor darüber liegt.
  • Etwas unhandliche Screenshotfunktion. Die Bilder müssen über Picasa erst einmal ins Netz hochgeladen werden.
  • Chrome OS sucht selbstständig nach neuen Versionen.
  • Grundeinstellungen finden in Tabs statt.
  • Das gilt auch für Systemeinstellungen für die Eingabegeräte...
  • ... oder die Netzwerke.
  • Einer der wenigen etwas komplexeren Einstellungsdialoge
  • Sonst ist das Betriebssystem sehr einfach aufgebaut.
  • Google Docs
  • Speicherverwaltung
  • Wie beim Browser: Plugins in der Auflistung
  • Experimentelle Flags lassen sich auch setzen.
  • Ein Lesezeichen wird hinzugefügt.
  • Verwaltung der Lesezeichen
  • Erweiterungen. Hier sind auch Anwendungen zu finden.
  • Google Cloud Print übernimmt das Drucken. Hier spielt ein Windows-Rechner die Rolle eines Printservers.
  • Einzelne Tabs werden im Taskmanager mit CPU- und Netzwerkbelastung aufgelistet. Das Fenster lässt sich nicht verschieben.
  • Unsere Webseite mit offenem Scratchpad für Notizen. Diese werden lokal gespeichert.
  • Für manche Anwendungen ist die Hardware des Chromebooks offenbar zu schwach.
  • Chromebook mit abgeschalteter Displaybeleuchtung. Wenn die Sonne im richtigen Winkel das Display trifft, lässt sich trotzdem weiterarbeiten.
... oder die Netzwerke.

Dementsprechend macht das kurze Arbeiten, beispielsweise in einem Zug, viel Spaß. Aufklappen, fünf Minuten arbeiten, zuklappen, umsteigen und wieder aufklappen - das war in unserem Test kein Problem. Zu Verlusten in Textdokumenten, die gerade in Google Docs in Bearbeitung waren, kam es nicht. Zudem sperrt Google Docs die Bearbeitung, wenn gerade keine Verbindung da ist. Wir gehen aber dennoch davon aus, dass genau solche Arbeit nicht ganz unkritisch ist und mahnen zur Vorsicht. Alle Worst-Case-Szenarien waren in der Praxis nicht durchtestbar.

Zuverlässiges Modem im Alltag

Das Modem arbeitet an kritischen Stellen sehr zuverlässig. Es gibt in Berlin einige Bereiche, bei denen das Handover von Mobilfunkzelle zu Mobilfunkzelle nicht immer klappt. Mitunter sind sogar Smartphones von Aussetzern betroffen. Einfahrten in Tunnelmündungen wie am Berliner Nordbahnhof (Nordsüd-S-Bahn-Tunnel), wo das Modem vom HSPA-Betrieb auf den 3G-Betrieb beim Zellenwechsel umschalten muss, sorgen bei uns immer für Unterbrechungen. Samsungs Modem GT-Y3300X und der dazugehörige Treiber meisterten diese Stelle mit einem nur kurz störenden Aussetzer. Google Talk war allerdings ein Beispiel für eine Anwendung, die mit einem solchen Handover länger ausgefallen ist. Auch ein Neustart der Webanwendung brachte zunächst nichts.

Auch in der Berliner U-Bahn (U12), dort gibt es nur GPRS/Edge, verhielt sich das Modem besser als viele andere Geräte. Google-Anwendungen waren wider Erwarten benutzbar. Diese waren zwar spürbar langsamer, aber immer noch im akzeptablen Bereich.

Im Mobilfunkbetrieb kann Samsungs Chromebook bei der Reaktionsgeschwindigkeit in einer Großstadt mit dem WLAN-Modus fast mithalten. Das setzt allerdings einen guten Netzbetreiber voraus. Und selbst wenn die Verbindung schlecht ist, lässt sich immerhin noch mit dem Gerät arbeiten.

Was uns am Modem fehlt, ist ein Zähler, der das benutzte Volumen auflistet. Eine Flatrate ist bei der Nutzung eines Chromebooks aber ohnehin Pflicht.

 Anwendungen sind meist nur BookmarksUnd was macht der Anwender ohne Netzverbindung? 
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