3D-Himmelskarte

Esa stellt größte Weltraumkamera fertig

Die Esa hat die nach eigenen Angaben größte digitale Weltraumkamera fertiggestellt. Mit dieser Kamera will die europäische Raumfahrtagentur eine 3D-Karte der Milchstraße erstellen.

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1 Gigapixel: Kamera für Raumsonde Gaia fertiggstellt
1 Gigapixel: Kamera für Raumsonde Gaia fertiggstellt (Bild: Esa)

Die europäische Raumfahrtagentur European Space Agency (ESA) hat die Kamera für die europäische Sonde Gaia fertiggestellt. Mit der Kamera will die Esa eine dreidimensionale Karte der Milchstraße erstellen.

  • Montage der laut Esa größten Digitalkamera für eine Raumfahrtmission (Foto: Esa)
  • Aus den Kamerabildern soll eine 3D-Karte der Milchstraße erstellt werden. (Foto: Esa)
  • Anordnung der 106 CCD-Sensoren im Schema... (Bild: Esa)
  • ... und in der Realität (Foto: Esa)
  • Das Gerüst, auf dem die CCD-Chips montiert sind. Die ganze Anordnung wiegt rund 20 kg. (Foto: Esa)
  • Die Raumsonde Gaia, für die die Kamera gedacht ist, soll 2013 ins All fliegen. (Bild: Esa)
Montage der laut Esa größten Digitalkamera für eine Raumfahrtmission (Foto: Esa)

Der Sensor der Weltraumkamera ist aus 106 CCD-Chips zusammengesetzt. Jeder der CCD-Chips ist 6 x 4,7 Zentimeter groß und hat eine Auflösung von 4.500 x 1.966 Pixeln. Die CCDs können Sterne aufspüren, deren Licht nur ein Bruchteil der Helligkeit hat, die das menschliche Auge wahrnehmen kann.

Die Chips sind in mehreren Feldern angeordnet. Insgesamt hat der Sensor eine Größe von 1 x 0,5 Metern und eine Auflösung von rund 1 Gigapixel. Damit sei die Gaia-Kamera die größte Digitalkamera, die je für eine Raumfahrtmission gebaut wurde, erklärt die Esa.

Die CCD-Chips sind auf ein Gerüst montiert, die sogenannte CCD-Support-Structure (CSS), die zusammen mit den Sensoren rund 20 Kilogramm wiegt. Die Montage hat das Raumfahrtunternehmen Astrium im Reinraum an seinem französischen Sitz durchgeführt. Die CCD-Chips stammen von dem Unternehmen e2v, das in Chelmsford in der ostenglischen Grafschaft Essex ansässig ist.

Die rund 2 Tonnen schwere Gaia soll 2013 an Bord einer russische Trägerrakete vom Typ Sojus ins All geschossen werden.

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