Smartphone: Vodafone-Bereich im Android Market verärgert Anwender

Vor einer Woche hat Vodafone damit begonnen, einen eigenen Bereich im Android Market zu aktivieren. Dieser spezielle Bereich listet alle von Vodafone angebotenen Anwendungen. Wer ein Android-Gerät mit einer SIM-Karte von Vodafone verwendet, erhält diesen speziellen Bereich im Android Market. Viele Nutzer sind darüber sehr verärgert, wie die Kommentare im Vodafone-Blog(öffnet im neuen Fenster) zeigen. Denn der Vodafone-Bereich überschreibt eine wichtige Rubrik im Android Market.
Direkt an der Stelle von "Meine Apps" im Android Market befindet sich dann der Vodafone-Bereich. Mit einem Klick auf "Meine Apps" prüft der Besitzer eines Android-Geräts üblicherweise, ob es neue Updates für bereits installierte Anwendungen gibt. Wer als Vodafone-Kunde auf "Meine Apps" weiterhin zugreifen will, muss dies nun über das Programmmenü des Android Market erledigen. Dadurch ist die Updatefunktion des Android Market nicht mehr so bequem wie bisher erreichbar.
Gibt es Abhilfe?
Auf Androidnews.de(öffnet im neuen Fenster) gibt es eine Anleitung, wie sich der Vodafone-Bereich wieder aus dem Android Market entfernen lässt. Demnach muss über die Anwendungsverwaltung zunächst der Cache vom Android Market gelöscht werden. Nach einem Neustart des Android Market wird in den Programmeinstellungen der Menüpunkt "Interessensbezogene Anzeigen" deaktiviert und der Inhaltsfilter auf "alle Stufen" gestellt. Nach einem Neustart des Android Market soll der spezielle Vodafone-Bereich dann nicht mehr im Android Market enthalten sein.
Im Kommentarbereich des Vodafone-Blogs berichten jedoch Nutzer, dass die Änderung nur kurzfristig hilft. Nach ein paar Tagen war der Menüpunkt "Meine Apps" wieder mit dem Vodafone-Bereich überschrieben. In diesem Fall müsste der Vodafone-Kunde die Prozedur wiederholen.
Zunächst reagierte Vodafone zügig auf Kommentare zum Blogeintrag. Aber als es überwiegend kritische Kommentare gab, gab es keine Reaktion mehr von Vodafone. Auch am heutigen 11. Juli 2011 meldeten sich weitere Vodafone-Kunden unter dem Blogeintrag und kritisierten das Vorgehen, ohne dass der Netzbetreiber reagierte.