US-Bürgerrechtler

Details über Biometriedatenbank des FBI veröffentlicht

Mehrere US-Bürgerrechtsgruppen haben Einzelheiten über die neue Biometriedatenbank des FBI veröffentlicht. Daraus geht unter anderem hervor, wie leistungsfähig das neue System sein wird.

Artikel veröffentlicht am ,
Mehrere biometrische Merkmale: Ein US-Soldat scannt die Iris eines Irakers.
Mehrere biometrische Merkmale: Ein US-Soldat scannt die Iris eines Irakers. (Bild: Mauricio Lima/AFP/Getty Images)

Die US-Bürgerrechtsgruppe Center for Constitutional Rights (CCR) hat Details zur der Personendatenbank Next Generation Identification (NGI) veröffentlicht, die die US-Bundespolizei Federal Bureau of Investigation (FBI) aufbaut. CCR und weitere Bürgerrechtsgruppen hatten die Einsicht in die Dokumente zu NGI unter Berufung auf den Freedom of Information Act (FOIA), das US-Informationsfreiheitsgesetz, erstritten.

Mehr Möglichkeiten als die aktuelle Datenbank

Stellenmarkt
  1. Referent Finanzen (m/w/d)
    ADAC SE, München
  2. CRM Project Manager (m/w/d) Schwerpunkt Salesforce
    LAMILUX Heinrich Strunz GmbH, Rehau (Raum Hof)
Detailsuche

Das Projekt selbst ist nicht geheim - das FBI beschreibt es auf seiner Website. Die vom CCR veröffentlichten Dokumente enthüllen aber weitere Einzelheiten über NGI. Diese bietet deutlich mehr Möglichkeiten zum Erfassen und Durchsuchen von Datensätzen als die aktuelle FBI-Datenbank Integrated Automated Fingerprint Identification System (Iafis).

Wie die CCR-Dokumente zeigen, kann NGI mehrere biometrische Merkmale speichern. In Iafis kann nur ein Merkmal, nämlich die Fingerabdrücke, erfasst werden. NGI speichert neben den Fingerabdrücken auch Iriscans, Handabdrücke und eine Stimmprobe. Weitere biometrische Merkmale können in Zukunft hinzukommen. In NGI können auch mehr multimediale Daten gespeichert werden, darunter Bilder von Überwachungskameras. NGI wird über ausgefeilte Suchmechanismen sowie über eine Gesichtserkennung verfügen, so dass die Einträge sehr effizient durchsucht werden können.

Daten mehrerer Behörden

Laut den aktuellen Dokumenten wird nicht nur das FBI seine Daten in NGI ablegen, sondern auch das US-Heimatschutzministerium, das Department of Homeland Security (DHS). Derzeit unterhalten beide Stellen noch eigene Datenbanken, in denen Personendaten wie Name, Adresse, Geburtsdatum, Sozialversicherungsnummer, Geschlecht, Rasse, Fahndungsfotos oder Fingerabdrücke gespeichert sind. Künftig werden die Daten alle in einer Datenbank vorgehalten. Allerdings dürfen DHS und FBI heute schon die jeweils andere Datenbank durchsuchen.

Golem Karrierewelt
  1. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    13.10.2022, Virtuell
  2. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    29./30.08.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Weiterer Kritikpunkt der Bürgerrechtler ist, dass in NGI offensichtlich der Unterschied zwischen Daten, die von Strafvollzugsbehörden stammen, und Daten aus zivilen Quellen aufgehoben wird. Das FBI erfasst in Iafis nicht nur Ermittlungsdaten, sondern auch Daten aus zivilen Quellen wie etwa von Personen, die mit Kindern und Senioren arbeiten, angehenden Staatsanwälten oder von Angestellten im öffentlichen Dienst. Diese Datensätze enthalten keine Fotos, sind von Ermittlungsdaten getrennt und werden aus Massenabfragen ausgeschlossen.

Informationen über Reisende

Diese Trennung könnte in NGI fallen: FBI erwägt laut den Dokumenten, die zivilen Daten künftig in Datenbankenabfragen einzubeziehen. Außerdem integriert die US-Bundespolizei in NGI Daten vom DHS und dem Außenministerium wie etwa Visumsanträge oder Daten über Ein- und Ausreise.

Das FBI hat NGI bereits als "größer, schneller und besser" angepriesen. Die Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) hingegen kritisiert, dadurch sei sie "viel schlimmer für die Privatsphäre".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Thread-Anzeige 11. Jul 2011

Nicht immer sind USA schneller. Wir erinnern an INPOL - neu. Der ct-Leser erinnert sich...

Thread-Anzeige 11. Jul 2011

BITCOM veröffentlich Details über die Gesundheitskarte - dadurch wird bekannt, wie...

watcher 11. Jul 2011

Willkommen in China! http://www.myvideo.de/watch/7137533/Bart_will_zur_Army Ja seid ihr...

GeroflterCopter 11. Jul 2011

Oder fang erstmal mit Apple-Trolling an, das ist wesentlich einfacher



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Führung in der IT
Über das Unentbehrlichsein

Wie ich als Chef zum wandelnden Lexikon wurde und dabei meinen Spaß an der Arbeit verlor - und wie ich versuche, es besser zu machen.
Ein Erfahrungsbericht von @SoFuckingAgile

Führung in der IT: Über das Unentbehrlichsein
Artikel
  1. Financial Modeling World Cup: Excel-E-Sport im Fernsehen
    Financial Modeling World Cup
    Excel-E-Sport im Fernsehen

    Ein TV-Sender in den USA übertrug erstmals die Ausscheidung der Excel-Weltmeisterschaft.

  2. Nachhaltigere IT leicht gemacht
     
    Nachhaltigere IT leicht gemacht

    Die IT gehört zu den großen Verursachern von CO2-Emissionen. Workshops und Seminare zu den Themen Green IT und Nachhaltigkeit zeigen Wege zur Veränderung auf.
    Sponsored Post von Golem Karrierewelt

  3. Nürburgring: Porsche Taycan erzielt Rekord auf Nordschleife
    Nürburgring
    Porsche Taycan erzielt Rekord auf Nordschleife

    Ein serienmäßiger Porsche Taycan Turbo S hat einen Rekord für die schnellste Durchfahrt der Nordschleife des Nürburgrings erzielt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Neuer MM-Flyer • MindStar (Gigabyte RTX 3070 Ti 699€, XFX RX 6950 XT 999€) • eBay Re-Store -50% • AVM Fritz-Box günstig wie nie • Hisense TVs günstiger • Top-SSDs 1TB/2TB (PS5) zu Hammerpreisen • MSI-Sale: Gaming-Laptops/PCs bis -30% • Der beste Gaming-PC für 2.000€ [Werbung]
    •  /