Abo
  • Services:

Internet und Gesellschaft

Google gründet Forschungsinstitut in Berlin

Wie von Google-Chairman Eric Schmidt im Februar 2011 angekündigt, entsteht in Berlin ein Forschungsinstitut für Internet und Gesellschaft. Daran beteiligt sind die Humboldt-Universität zu Berlin, die Universität der Künste Berlin, das Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) und das Hans-Bredow-Institut Hamburg.

Artikel veröffentlicht am ,
Juristische Fakultät der HU Berlin am Bebelplatz
Juristische Fakultät der HU Berlin am Bebelplatz (Bild: Institut für Internet und Gesellschaft)

Die Gründung des Forschungsinstituts für Internet und Gesellschaft in Berlin steht bevor: Dort soll untersucht werden, wie das Internet die Gesellschaft verändert. Getragen wird das von Google finanzierte Institut von der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität der Künste in Berlin sowie dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung in Zusammenarbeit mit dem Hans-Bredow-Institut in Hamburg.

Stellenmarkt
  1. B. Strautmann & Söhne GmbH & Co. KG, Bad Laer
  2. alanta health group GmbH, Hamburg-Jenfeld

Das unabhängige Institut für Internet und Gesellschaft soll Fragen in den Bereichen Internetinnovation, Internetregulierung, Informations- und Medienrecht sowie Fragen des Verfassungsrechts im Internet erörtern und erforschen.

Geleitet wird das Institut von drei Direktoren: Ingolf Pernice von der HU-Berlin (Rechtsphilosophie und Verfassungsrecht), Thomas Schildhauer (Innovation) von der UdK und Jeanette Hofmann vom WZB für das Thema Internetpolitik. Hinzu kommt Wolfgang Schulz für das Thema Medienpolitik vom Hamburger Hans-Bredow-Institut für Medienforschung (HBI), das als Kooperationspartner von Anfang an beteiligt ist. Hoffmann und Schulz sind auch Mitglieder der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestages.

Ingolf Pernice von der HU will beispielsweise der Frage nachgehen, wie sich die Wirkung des Rechts und das Verständnis des Staates durch das Internet verändern. Zudem will er untersuchen, ob das Internet ein Schlüssel für globale Verfassung sein kann.

Jeanette Hoffmann will sich den Regeln und Institutionen des Internets widmen, beispielsweise technische Standards, Normen und Werte sowie privatwirtschaftliche Verträge. Konkrete Projekte umfassen Themen wie Datenschutz im Zusammenhang mit Cloud Computing und wie dabei eine informationelle Selbstbestimmung umgesetzt werden kann. Hinzu kommen Themen wie Georeferenzierung und die Weiterentwicklung des Internets. Zudem soll ein Nachrichtenangebot zum Thema "Regulation Watch" entstehen.

Die Kernmannschaft des Instituts soll aus zehn Personen bestehen: Neben den vier Direktoren soll es vier Mitarbeiter und eine zweiköpfige Geschäftsführung geben. Mittels "Calls for Proposal" wird die Forschung organisiert, die auch durch Doktoranden, Postdoktoranden und "Fellows" durchgeführt wird.

Google erster, aber nicht einziger Geldgeber

Google wird in den ersten drei Jahren insgesamt 4,5 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Allerdings streben die Partner an, weitere Kooperationspartner und finanzielle Förderer zu gewinnen. Zugriff auf Googles gesammelte Daten hat das Institut nicht.

Unabhängigkeit

Die beteiligten Universitäten und Forschungseinrichtungen legen Wert auf die Unabhängigkeit des Instituts. Es sei keinesfalls so, dass Google die Themen diktiere. Zudem soll die Unabhängigkeit des Instituts strukturell sichergestellt werden. Dazu existieren von Anfang an zwei Gesellschaften: Eine Fördergesellschaft gewährleistet die Finanzierung des Instituts, das unabhängige Institut als Forschungsgesellschaft bestimmt die Inhalte und Ziele. Ein wissenschaftlicher Beirat soll die Forschungsarbeit des Instituts kritisch begleiten.

Gegründet wird das Institut als An-Institut der Humboldt-Universität. Es wird seinen Sitz in der Juristischen Fakultät der HU haben. Die offizielle Eröffnung des Instituts für Internet und Gesellschaft ist für Ende Oktober 2011 geplant. Zum Start soll es vom 25. bis 28 Oktober 2011 ein internationales Symposium in Berlin geben.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 44,99€
  3. 34,95€
  4. 8,99€

Thread-Anzeige 11. Jul 2011

Solche Themen werden bei Teleopolis behandelt. An Fake-Papers glaubte auch keiner und man...

c0t0d0s0 11. Jul 2011

Und dann auch noch bei den Juristen angesiedelt, kann man sich ja vorstellen, um wie...

watcher 11. Jul 2011

Es gibt bereits unzählige wissenschaftlichen Untersuchungen zu IK-Technologien und deren...


Folgen Sie uns
       


Cinebench R20 auf Threadripper 2950X ausprobiert

Cinebench R20 soll mit bis zu 256 Threads umgehen können.

Cinebench R20 auf Threadripper 2950X ausprobiert Video aufrufen
Adblock Plus: Adblock-Filterregeln können Code ausführen
Adblock Plus
Adblock-Filterregeln können Code ausführen

Unter bestimmten Voraussetzungen können Filterregeln für Adblocker mit einer neuen Funktion Javascript-Code in Webseiten einfügen. Adblock Plus will reagieren und die entsprechende Funktion wieder entfernen. Ublock Origin ist nicht betroffen.
Von Hanno Böck


    Echo Wall Clock im Test: Ach du liebe Zeit, Amazon!
    Echo Wall Clock im Test
    Ach du liebe Zeit, Amazon!

    Die Echo Wall Clock hat fast keine Funktionen und die funktionieren auch noch schlecht: Amazons Wanduhr ist schon vielen US-Nutzern auf den Zeiger gegangen - im Test auch uns.
    Ein Test von Ingo Pakalski

    1. Amazon Echo Link und Echo Link Amp kommen mit Beschränkungen
    2. Echo Wall Clock Amazon verkauft die Alexa-Wanduhr wieder
    3. Echo Wall Clock Amazon stoppt Verkauf der Alexa-Wanduhr wegen Technikfehler

    Fitbit Versa Lite im Test: Eher smartes als sportliches Wearable
    Fitbit Versa Lite im Test
    Eher smartes als sportliches Wearable

    Sieht fast aus wie eine Apple Watch, ist aber viel günstiger: Golem.de hat die Versa Lite von Fitbit ausprobiert. Neben den Sport- und Fitnessfunktionen haben uns besonders der Appstore und das Angebot an spaßigen und ernsthaften Anwendungen interessiert.
    Von Peter Steinlechner

    1. Smartwatch Fitbit stellt Versa Lite für Einsteiger vor
    2. Inspire Fitbits neues Wearable gibt es nicht im Handel
    3. Charge 3 Fitbit stellt neuen Fitness-Tracker für 150 Euro vor

      •  /