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Goldener Schnitt: Roboter macht Fotos nach Gestaltungsregeln

Ein indischer Wissenschaftler hat einen Fotoroboter entwickelt, der Bilder nach anerkannten Gestaltungsregeln der Fotografie macht. Ganz ohne menschliche Hilfe funktioniert das nicht – das Gefühl für Ästhetik musste Nao erst vermittelt werden.
/ Andreas Donath
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Nao (Bild: Aldebaran Robotics)
Nao Bild: Aldebaran Robotics

Der indische Wissenschaftler Raghudeep Gadde(öffnet im neuen Fenster) am International Institute of Information Technology IIIT-H in Hyderabad hat dem programmierbaren Roboter Nao(öffnet im neuen Fenster) beigebracht, Fotos zu machen, die der Bildgestaltungsregel Goldener Schnitt und der Drittelregel entsprechen.

Aldebaran Nao – Interview mit Petra Koudelkova auf der Hannover Messe 2011
Aldebaran Nao – Interview mit Petra Koudelkova auf der Hannover Messe 2011 (05:07)

Der humanoide Roboter Nao trägt auf seinem Kopf eine Kamera, die er ausrichten kann. Jedes Bild, das er aufnimmt, kann er analysieren und prüfen, ob es der Drittelregel(öffnet im neuen Fenster) und dem Goldenen Schnitt genügt. Die Drittelregel teilt ein Foto mit drei horizontalen und drei vertikalen Schnitten in neun gleich große Rechtecke auf. Interessante Objekte sollen an den Schnittpunkten abgebildet werden. Der Goldene Schnitt(öffnet im neuen Fenster) ist etwas aufwendiger zu berechnen, bringt aber ähnliche Ergebnisse.

Nao soll auch noch anhand anderer Kriterien entscheiden, ob die Aufnahme gelungen ist und vergleicht Parameter wie Farbzusammenstellung und Lichtfall mit einer Datenbank. Die Forscher ließen dazu 60.000 Aufnahmen von Menschen bewerten und brachten dem Roboter bei, welche davon die besten zehn und die schlechtesten zehn Prozent waren.

Der Roboter kann jedoch nicht entscheiden, welches ein interessantes Motiv ist und welches nicht.


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