Abo
  • Services:

Wiki-Watch-Gründer

Änderte PR-Berater Wikipedia-Artikel für Pharmakonzern?

Der Fortbestand des Projekts Wiki-Watch ist infrage gestellt. Einer der Gründer soll Wikipedia-Artikel im Sinne des Pharmakonzerns Sanofi-Aventis geändert haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Sanofi-Aventis-Chef Christian Charmeil
Sanofi-Aventis-Chef Christian Charmeil (Bild: Philippe Desmazes/AFP/Getty Images)

Der PR-Berater Wolfgang Stock soll für den Pharmakonzern Sanofi-Aventis Wikipedia-Artikel umgeschrieben haben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Stock ist zugleich Mitbegründer des Internetportals Wiki-Watch und Chef der PR-Agentur Convincet.

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Berlin
  2. Technische Informationsbibliothek (TIB), Hannover

Im April und Mai 2009 habe Stock unter dem Nutzernamen Wsto und unter anderen Namen mehrfach Wikipedia-Artikel zu Sanofi-Aventis und deren Produkt, dem Analoginsulin Glargin (Lantus), positiv geändert. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, dass dabei "die besonders lange Wirkungsdauer des künstlichen Insulins" betont wurde. Stock soll zugleich Kritikpassagen in den Wikipedia-Artikel zu dem pharmaunabhängigen Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) und zu dessen damaligem Leiter Peter Sawicki platziert haben. Das Institut hatte auf mögliche Krebsrisiken des Sanofi-Aventis-Produkts Lantus hingewiesen.

Stock erklärte dem Spiegel: "Die Vermutung oder Behauptung, dass ich diese Artikel gegen Bezahlung oder in Erwartung eines bezahlten Auftrags von Sanofi-Aventis editiert habe, ist unwahrhaftig." Sanofi-Aventis teilte dem Spiegel mit, Stock nicht beauftragt zu haben, Wikipedia-Artikel in ihrem Sinne umzuschreiben. Wikipedia hat den Nutzer Wsto vor drei Wochen gesperrt.

Stock ist zugleich einer der Gründer von Wiki-Watch. Ziel des Webangebotes ist es, Nutzern Metainformationen über die Onlineenzyklopädie zu geben. Wiki Watch informiert beispielsweise darüber, welche Artikel am häufigsten abgerufen werden, an welchen gerade heftig gearbeitet wird - bis hin zu den sogenannten Edit-Wars - und welche gelöscht werden sollen oder welche Wikipedianer besonders aktiv sind. Außerdem bietet die Webseite Nutzern die Möglichkeit, die Verlässlichkeit einzelner Einträge zu prüfen.

Die FAZ kommentierte: "Es belegt eine spezielle Auffassung von Forschung, wenn jemand die Qualität der Einträge bei Wikipedia eigenhändig optimiert und hinterher die Güte der Artikel statistisch bewertet, ohne die eigene Mitarbeit auszuweisen."

Der Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht an der Uni Frankfurt (Oder), Wolff Heintschel von Heinegg, an dem Wiki-Watch angesiedelt ist, sagte dem Spiegel: Sollten sich die Vorwürfe gegen Stock bewahrheiten, "dann müssen wir in letzter Konsequenz das Ganze einstampfen".



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (nur für Prime-Mitglieder)

Thread-Anzeige 11. Jul 2011

Man könnte sowas ja aufsetzen. Aber dann wäre man schnell weg vom Fenster. Aber Tunesien...

Thread-Anzeige 11. Jul 2011

Danke. Aber die idee wäre, es auf nen Abschiebebahnhof zu tun wo es mit dem...

zwangsregistrie... 11. Jul 2011

Er leugnet also der user Wsto zu sein, der die die Artikel umgeschrieben hat. Er hat...

Thread-Anzeige 10. Jul 2011

Bei meedia und anderen Sites wohl auch wurde das Thema auch schon im Laufe der Woche...


Folgen Sie uns
       


The Crew 2 - Fazit

The Crew 2 bietet zum Teil wahnwitzige Neuerungen, stolpert im Test aber trotzdem über alte Fehler.

The Crew 2 - Fazit Video aufrufen
Indiegames-Rundschau: Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm
Indiegames-Rundschau
Schiffbruch, Anime und viel Brummbrumm

Gas geben, den weißen Hai besiegen und endlich die eine verlorene Socke wiederfinden: Die sommerlichen Indiegames bieten für jeden etwas - besonders fürs Spielen zu zweit.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Schwerelose Action statt höllischer Qualen
  2. Indiegames-Rundschau Kampfkrieger und Abenteuer in 1001 Nacht
  3. Indiegames-Rundschau Mutige Mäuse und tapfere Trabbis

Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

    •  /