KDE für Tablets

Kwin für Plasma Active entrümpelt

Für den Einsatz des KDE-Fenstermanagers Kwin mit Plasma Active werden nicht alle Komponenten benötigt. Entwickler Martin Gräßlin hat sie als optional deklariert, wenn der Kwin-Code für die Touchscreen-Variante der KDE-Oberfläche kompiliert wird.

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KDE für Tablets: Kwin für Plasma Active entrümpelt
(Bild: KDE SC)

Unter Plasma Active kann auf zahlreiche Komponenten des KDE-Fenstermanagers verzichtet werden. Also hat Kwin-Entwickler Martin Gräßlin einige davon beim Build-Prozess als optional eingestuft. Auslöser war die Feststellung, dass Plasma Active beispielsweise keine Kwin-Fensterdekorationen benötigt, sie werden durch andere Komponenten bereitgestellt. Plasma Active ist ein Projekt, das darauf abzielt, die KDE-Benutzeroberfläche Plasma für Touchscreen-Geräte bereitzustellen.

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Da Plasma Active beispielsweise lediglich OpenGL ES und EGL benötigt, hat Gräßlin zugleich das Xrender-Compositing für die Plasma-Active-Variante deaktiviert. Ferner wurden einige nicht benötigte Effekte ausgeschaltet und der Fensterwechsel per Alt + Tab entfernt.

Das Weglassen der überflüssigen Komponenten wirkt sich auch auf einige dann generierte Bibliotheken aus, etwa Libkdecorations oder Libkwineffects. Er habe festgestellt, dass der Speicherverbrauch um mehr als ein Drittel sinkt - die nicht mehr benötigten Bibliotheken, die beispielsweise die Widgets für die Fensterdekorationen enthalten, nicht mit eingerechnet.

Das sei erst der Anfang, schreibt Gräßlin. Er werde weitere Komponenten im Build-Flag für Plasma Active einbinden, etwa Fenster-Tiling und die On-Screen-Display-Funktion.

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Noch ist Plasma Active in der Entwicklungsphase - es fehlen Standardanwendungen, Schlüsselfunktionen und Optimierungen. Allerdings gebe es keine fundamentalen Fehler, die verhindern könnten, dass Plasma Active bereits im September 2011 auf einem Tablet ausgeliefert werde, sagen die Entwickler. Plasma Active soll aber langfristig nicht nur auf Tablets zum Einsatz kommen, sondern auf sämtlichen Geräten mit Touch-Oberfläche, darunter Handhelds und Set-Top-Boxen. Deshalb haben sich die Entwickler auf den Namen Active statt Mobile geeinigt, denn er soll zeigen, dass der Desktop nicht nur auf mobilen Geräten funktionieren kann.

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