Open Source: Cern veröffentlicht Spezifikation für offene Hardware

Mit seiner Open-Hardware-Lizenz will das europäische Kernforschungszentrum Cern den notwendigen juristischen Rahmen bieten, um Hardwarespezifikationen und die dazugehörende Dokumentation als Open Source zu veröffentlichen. Bereits im März 2011 hatte das Institut eine Alphaversion erarbeitet und im Open Hardware Repository(öffnet im neuen Fenster) (OHR) veröffentlicht.
Wie bei freien Lizenzen üblich, bleiben Copyrights der unter der Cern OHL(öffnet im neuen Fenster) veröffentlichten Spezifikationen beim ursprünglichen Entwickler. Die Spezifikationen können aber von anderen verändert und weiterveröffentlicht werden, unter Benennung des ursprünglichen Entwicklers. Veränderungen müssen ihrerseits dokumentiert und veröffentlicht werden. Hardware darf anhand der Spezifikationen hergestellt und vertrieben werden, solange die Spezifikationen mitgeliefert werden. Entsprechend wird die Cern OHL mit der GPL verglichen.
Unter die OHL fallen sämtliche Dokumente zu freier Hardware, etwa schematische Zeichnungen, Entwürfe, elektronische Layouts, mechanische Entwürfe, Ablaufpläne oder Beschreibungen.
Das OHR wurde von Ingenieuren gegründet, die in verschiedenen Experimentalphysik-Laboratorien an Elektronikentwürfen arbeiten. Die dort veröffentlichten Entwürfe sollen die Zusammenarbeit verbessern, aber auch die Ideale einer "offenen Wissenschaft" fördern, wie sie beispielsweise vom Cern unterstützt werden.
Am 9. Oktober 2011 soll es während der 13. jährlichen internationalen Konferenz zum Accelerator und Large Experimental Physics Control Systems einen Workshop zu Open Hardware geben. Die Konferenz findet in Grenoble statt.