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Forschung: Ultraviolette Laser könnten viel billiger werden

Wissenschaftler einer US-Universität haben einen ultravioletten Laser aus neuen Materialien gebaut. Die Werkstoffe sollen günstig hergestellt werden können. So könnten die kurzen Wellenlängen schon bald für die Serienfertigung tauglich sein.
/ Nico Ernst
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Professor Jianli Liu (Mitte) und sein Team für den UV-Laser (Bild: Bourns College)
Professor Jianli Liu (Mitte) und sein Team für den UV-Laser Bild: Bourns College

Ein Team des kalifornischen Bourns College(öffnet im neuen Fenster) hat einen Halbleiterlaser aus Nanodrähten gebaut. Dazu dotierten sie Zinkoxid(öffnet im neuen Fenster) mit Antimon(öffnet im neuen Fenster) , wodurch sich der erste kompakte Halbleiterlaser für Wellenlängen unter 380 Nanometern ergab. Dieser ultraviolette Bereich des Lichts wird zwar schon mit Industrielasern erreicht, diese arbeiten jedoch mit Galliumnitrid(öffnet im neuen Fenster) , wie auch die namensgebenden blauen LEDs der Blu-ray-Disc.

Kompakte und sparsame Laser-LEDs mit kürzeren Wellenlängen als die 405 Nanometer der Blu-ray-Disc waren bisher aber Mangelware und in der Herstellung sehr teuer. Das soll sich durch die Nanotechnologie ändern.

Damit ist nach Angaben der Forscher nicht nur die Herstellung optischer Medien mit einer zwei- bis dreimal höheren Speicherkapazität möglich, sondern auch schnellere optische Verbindungen. Diese werden bei Servern schon seit Jahren für die Vernetzung verwendet, sollen aber – unter anderem nach Intels Vorstellungen – in Zukunft auch für Verbindungen zwischen Chips auf einem Mainboard dienen.

Die Forscher haben ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe von Nature Nanotechnology(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht.


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