Abo
  • IT-Karriere:

Datenschutz

EU-Parlamentarier besorgt über US-Zugriff auf Cloud-Daten

EU-Parlamentarier sind beunruhigt über Äußerungen eines Microsoft-Managers, demzufolge US-Sicherheitsbehörden ungehindert auf Daten von EU-Bürgern zugreifen können, wenn diese in der Cloud gespeichert werden. Die Grundlage dafür soll der Patriot Act liefern.

Artikel veröffentlicht am ,
Sophia in 't Veld
Sophia in 't Veld (Bild: D66.nl)

Microsoft hat die seit Jahren zwischen Europäern und US-Amerikanern geführte Debatte um den Datenschutz in der vergangenen Woche angeheizt. Der Chef der britischen Niederlassung des Unternehmens, Gordon Frazer, hatte gegenüber ZDNet UK erklärt, dass Microsoft keine Datenschutzgarantien für Daten von EU-Bürgern abgeben könne, die es im Rahmen seiner Cloud-Dienste speichert. Anforderungen nach europäischen Daten im Rahmen des Antiterrorgesetzes Patriot Act würde Microsoft ebenso wie wohl auch andere Unternehmen nachkommen. Die Betroffenen würden über Abfragen ihrer Daten "informiert, wo immer es möglich ist", erklärte Frazer.

Stellenmarkt
  1. Harro Höfliger Verpackungsmaschinen GmbH, Allmersbach
  2. PAUL HARTMANN AG, Heidenheim an der Brenz

Dieses Eingeständnis hat nun EU-Parlamentarier auf den Plan gerufen. Diese waren bisher davon ausgegangen, dass in der Cloud gespeicherte Daten aus der EU den europäischen Datenschutzbestimmungen unterliegen würden. Die liberaldemokratische Abgeordnete Sophia in 't Veld, Mitglied im Bürgerrechtsausschuss des EU-Parlaments, verlangt nun Auskunft von der EU-Kommission.

Mit einer Anfrage an EU-Kommissarin Viviane Reding will in 't Veld laut Macworld UK in Erfahrung bringen, ob "die Kommission in Betracht zieht, dass der Patriot Act in den USA in der Praxis die EU-Datenschutzrichtlinie aushebelt."

Weiterhin soll die Kommission darlegen, "was sie unternehmen will, um diese Situation zu entschärfen und sicherzustellen, dass die EU-Datenschutzbestimmungen durchgesetzt und nicht durch Gesetze von Drittstaaten übertrumpft werden." In 't Veld äußerte die Erwartung, dass Reding die USA und andere Länder dazu bringen wird, "auf EU-Territorium das EU-Recht zu achten."



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 5,95€
  2. 21,95€
  3. 149,99€ (Release noch nicht bekannt)
  4. (-79%) 12,50€

tingelchen 07. Jul 2011

Tja... die USA sind halt nicht anders als die Assis in der Schule.. andere henseln und...

Amator Phasma 07. Jul 2011

Dieser Cloud- hype bzw. wahn ist schon recht interessant, warum eigentlich? Ich sehe...

ruamzuzler 07. Jul 2011

Ist doch eh bekannt: Das CIA schreit "Patriot Act!!!", Microsoft liefert und die Daten...


Folgen Sie uns
       


Ikea-Symfonisk-Lautsprecher im Test

Wir haben Ikeas erste beiden Symfonisk-Lautsprecher getestet. Sie sind vollständig Sonos-kompatibel und können mit anderen Sonos-Lautsprechern verbunden werden. Klanglich liefern sie gute Ergebnisse und das zu einem niedrigeren Preis als die Modelle von Sonos direkt.

Ikea-Symfonisk-Lautsprecher im Test Video aufrufen
Nachhaltigkeit: Jute im Plastik
Nachhaltigkeit
Jute im Plastik

Baustoff- und Autohersteller nutzen sie zunehmend, doch etabliert sind Verbundwerkstoffe mit Naturfasern noch lange nicht. Dabei gibt es gute Gründe, sie einzusetzen, Umweltschutz ist nur einer von vielen.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Nachhaltigkeit Bauen fürs Klima
  2. Autos Elektro, Brennstoffzelle oder Diesel?
  3. Energie Wo die Wasserstoffqualität getestet wird

OKR statt Mitarbeitergespräch: Wir müssen reden
OKR statt Mitarbeitergespräch
Wir müssen reden

Das jährliche Mitarbeitergespräch ist eines der wichtigsten Instrumente für Führungskräfte, doch es ist gerade in der IT-Branche nicht mehr unbedingt zeitgemäß. Aus dem Silicon Valley kommt eine andere Methode: OKR. Sie erfüllt die veränderten Anforderungen an Agilität und Veränderungsbereitschaft.
Von Markus Kammermeier

  1. IT-Arbeitsmarkt Jobgarantie gibt es nie
  2. IT-Fachkräftemangel Freie sind gefragt
  3. Sysadmin "Man kommt erst ins Spiel, wenn es brennt"

Google Maps: Karten brauchen Menschen statt Maschinen
Google Maps
Karten brauchen Menschen statt Maschinen

Wenn Karten nicht mehr von Menschen, sondern allein von Maschinen erstellt werden, erfinden diese U-Bahn-Linien, Hochhäuser im Nationalpark und unmögliche Routen. Ein kurze Liste zu den Grenzen der Automatisierung.
Von Sebastian Grüner

  1. Kartendienst Google bringt AR-Navigation und Reiseinformationen in Maps
  2. Maps Duckduckgo mit Kartendienst von Apple
  3. Google Maps zeigt Bikesharing in Berlin, Hamburg, Wien und Zürich

    •  /