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Flugauto: Terrafugia erhält Fahrerlaubnis

Die US-Behörde für Straßensicherheit hat dem US-Unternehmen Terrafugia eine Sondergenehmigung für den Straßenbetrieb des Transition erteilt. Damit ist der Weg für die Auslieferung des Flugautos frei, die sich allerdings um ein Jahr verzögert.
/ Werner Pluta
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Transition: Fahrlaubnis für das Flugauto (Bild: Terrafugia)
Transition: Fahrlaubnis für das Flugauto Bild: Terrafugia

Das US-Unternehmen Terrafugia(öffnet im neuen Fenster) hat eine Sondergenehmigung(öffnet im neuen Fenster) von der US-Straßensicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) für das Flugauto Transition erhalten. Mit dieser Genehmigung ist sichergestellt, dass Terrafugia Transition ausliefern kann.

Fenster und Reifen

Die Sondergenehmigung der NHTSA bezieht sich auf die Ausstattung des Flugautos. So hat das Flugauto besondere Reifen, deren Nutzung genehmigt werden musste. Außerdem sind dessen Fensterscheiben nicht wie bei Autos üblich aus Glas, sondern aus einem Kunststoff, da dieser leichter ist als Glas. Terrafugia musste Gewicht sparen, um sicherzustellen, dass Transition in die Klasse der sogenannten Light Sport Aircrafts(öffnet im neuen Fenster) fällt.

Terrafugia – ein fliegendes Auto
Terrafugia – ein fliegendes Auto (05:17)

Die Genehmigung der US-Flugbehörde Federal Aviation Administration hat Terrafugia bereits im Sommer vergangenen Jahres erhalten. Damit sei der Weg frei für die Auslieferung des Flugautos. Die hat Terrafugia allerdings um ein Jahr verschoben. War ursprünglich geplant, Transition Ende 2011 auszuliefern, nennt das Unternehmen jetzt Ende 2012 als Termin.

Straßenfähiges Flugzeug

Terrafugia, eine Ausgründung des Massachusetts Institute of Technology, bezeichnet Transition als Roadable Aircraft, etwa straßenfähiges Flugzeug. Werden die Tragflächen eingeklappt, ist Transition ein zweisitziger, etwas unförmiger Kleinwagen: Die Fahrgastzelle ähnelt von der Form her eher einem Sportflugzeug als einem Auto. Die außen angebrachten Vorderräder, die nicht in der Karosserie verschwinden, verstärken den Eindruck ebenso wie der Doppelrumpf mit den beiden Heckleitwerken.

In den beiden Rümpfen befinden sich die Hinterräder, die das Auto auf der Straße antreiben. Im Automodus ist Transition etwa 6 Meter lang, 2,3 Meter breit und 2 Meter hoch und soll laut Hersteller mit diesen Maßen noch in eine herkömmliche Garage passen.

Umbau in 30 Sekunden

Für den Flugbetrieb werden die beiden Tragflächen, die eine Spannweite von 8 Metern haben, ausgeklappt. In knapp 30 Sekunden wird aus dem Auto ein Flugzeug, das, angetrieben von einem Propeller, der an der Rückseite der Kabine sitzt, starten kann. Die Höchstgeschwindigkeit in der Luft soll bei 185 km/h liegen, die Reisegeschwindigkeit bei 172 km/h. Gestartet wird allerdings auf einem Flugplatz. Ein Start auf einer öffentlichen Straße ist nicht erlaubt.

Um den Transition über und durch die Luft bewegen zu können, braucht der Nutzer sowohl einen Führerschein als auch einen Flugschein für Sportpiloten. Käufer bekommen zudem vom Hersteller ein Training auf dem Flugauto. Das soll etwa 200.000 US-Dollar kosten und kann bereits vorbestellt(öffnet im neuen Fenster) werden.


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