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Open Source: Netatalk soll kostenpflichtig werden

Netatalk soll künftig etwas kosten – zumindest vorübergehend. Das Netatalk-Team will damit vor allem OEM-Hersteller davon überzeugen, das Projekt künftig mitzufinanzieren. Die Open-Source-Nachbildung von Apples Netzwerkprotokoll wird häufig in NAS-Geräten verwendet.
/ Jörg Thoma
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Bild: Andreas Sebayang/Golem.de

Netatalk(öffnet im neuen Fenster) 2.2 soll – zumindest vorübergehend – nicht mehr kostenlos zur Verfügung stehen. Stattdessen können Hersteller, aber auch Anwender die Software nur noch in einer veralteten Betaversion herunterladen. Die Entwickler wollen damit erreichen, dass Hersteller, die Netatalk nutzen, das Projekt mitfinanzieren. Erst wenn genügend OEM-Hersteller zahlen, wollen die Entwickler den Quellcode wieder freigeben. Andernfalls drohen sie damit, das Projekt ganz einzustellen.

Das Netatalk-Team richtet sich in einem offenen Brief(öffnet im neuen Fenster) an Hersteller und Anwender. Sie arbeiten gerne an dem Projekt, allerdings müssen auch sie Miete und Rechnungen zahlen. Da die Community mehr oder weniger verschwunden sei, müssen die Kernentwickler die gesamte Programmierung tragen.

Die Kuh füttern, die gemolken wird

Die freie Implementierung des Netzwerkprotokolls von Apple wird von etlichen Herstellern von NAS-Lösungen in deren Firmware verwendet, um beispielsweise Backups mit der Apple-Software Timemachine zu ermöglichen.

Das Netatalk-Team hebt Netgear als Ausnahme hervor: Die Firma unterstütze das Netatalk-Projekt vorbildlich. Andere würden sich nicht um "die Kuh kümmern, die sie melken."

Die Entwickler betonen jedoch, dass sie den Code wieder frei verfügbar machen wollen, sobald sich genügend Hersteller gefunden haben, die das Projekt finanziell tragen. Einige hätten bereits auf den Aufruf reagiert, loben die Entwickler. Dennoch drohen sie damit, das Projekt ganz einzustellen, sollten sich nicht genügend Sponsoren finden.


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