Mozilla: Firefox 6 Beta steht zum Download bereit

Firefox 6 bietet unter anderem einen überarbeiteten Addon-Manager, der eine Plugin-Prüfung enthält. So können Nutzer leicht feststellen, ob alle installierten Plugins auf dem aktuellen Stand sind. Zudem wurde das Datenmanagement verbessert: Nutzer können künftig an einer zentralen Stelle festlegen, welche Informationen eine Webseite abrufen darf, darunter Cookies, Passwörter oder Ortsdaten.
Die Panorama-Gruppen wurden überarbeitet, so dass Firefox beim Start nur noch gespeicherte Gruppen lädt. Das soll die Ladezeit reduzieren. Die URL-Zeile hebt nun die Domain hervor. Mit dem in Firefox 6 integrierten Textscratchpad(öffnet im neuen Fenster) kann Javascript Code leicht im Browser getestet werden.
Neue HTML5-Funktionen
Hinzu kommen neue HTML5-Funktionen wie die Unterstützung des Elements Progress(öffnet im neuen Fenster) , mit dem sich eine Fortschrittsanzeige(öffnet im neuen Fenster) realisieren lässt. Dabei greift Firefox auf die Darstellung von Fortschrittsbalken des jeweiligen Betriebssystems zurück. Ebenfalls neu unterstützt wird das Element Track(öffnet im neuen Fenster) , mit dem sich zu Audio- und Videoinhalten ergänzende Textinformationen hinterlegen lassen, die zeitgesteuert eingeblendet werden. Gedacht ist dies unter anderem für Untertitel.
Mozilla integriert zudem Unterstützung für sogenannte Custom Data Attributes, die sich mit Attributen mit dem Präfix " data-*(öffnet im neuen Fenster) " in HTML einbetten lassen. Firefox 6 stellt diese Daten über das DOM in element.dataset(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung.
Ebenfalls in Firefox 6 ist die Funktion window.matchMedia() enthalten, eine Art Javascript-Äquivalent zu Media-Querys aus CSS. Die Ausführung von Javascript-Funktionen kann damit geräteabhängig geregelt werden und auch abhängig davon, ob ein Gerät hochkant oder im Querformat genutzt wird.
Neue CSS-Eigenschaften
Zudem unterstützt Firefox 6 einige neue CSS-Eigenschaften: Mit https://developer.mozilla.org/en/CSS/text-decoration-color(öffnet im neuen Fenster) kann beispielsweise festgelegt werden, in welcher Farbe Texte unterstrichen oder durchgestrichen werden. Mit -moz-text-decoration-line(öffnet im neuen Fenster) und -moz-text-decoration-style(öffnet im neuen Fenster) kann zudem geregelt werden, wie dieser Strich aussehen soll. -moz-hyphens(öffnet im neuen Fenster) bestimmt, wie Firefox eine Silbentrennung bei Zeilenumbrüchen vornehmen soll.
Mozilla aktiviert auch wieder die Unterstützung von Websockets. Sie waren schon in einigen Entwicklerversionen von Firefox 4 enthalten, aber aufgrund eines Sicherheitsproblems des Websocket-APIs wurde die Unterstützung deaktiviert.
Verbessert werden auch die APIs für Binärdaten. So ist es möglich, per XHR2(öffnet im neuen Fenster) Daten als Blob oder als Arraybuffer(öffnet im neuen Fenster) anzufordern. Mit FileReader.readAsArrayBuffer()(öffnet im neuen Fenster) kann der Inhalt von Antworten als Arraybuffer eingelesen werden und der Blobbuilder erlaubt es, mehrere Blobs aneinanderzuhängen. Zudem lassen sich Arraybuffer in Blobs umwandeln. Firefox 6 unterstützt auch " Server Sent Events(öffnet im neuen Fenster) ". Damit lassen sich vom Server aus DOM-Ereignisse auslösen und mit Daten versehen.
Für eine bessere Druckansicht löst Firefox die Ereignisse 'beforeprint' und 'afterprint' aus(öffnet im neuen Fenster) , so dass Webentwickler dafür sorgen können, dass bestimmte Elemente einer Seite zum Drucken ausgeblendet werden. In Sachen Javascript werden schwache Referenzen(öffnet im neuen Fenster) unterstützt. Entwicklern bietet der Browser zudem eine bessere Übersicht zum Speicherverbrauch unter about:memory sowie eine verbesserte Webkonsole.
Firefox für Android
Die Android-Version von Firefox 6, die zeitgleich veröffentlicht wurde, soll schneller starten und weniger Speicher benötigen. Das Skalieren von Bildern wurde verbessert, was zu höherer Bildqualität führen soll. Zudem wurde der Formular-Helfer verbessert, der Browser optisch an Gingerbread angepasst und dafür gesorgt das von recht nach links geschriebene texte besser dargestellt werden. Zudem soll der Browser besser auf Tablets funktionieren und Touch-Events besser unterstütz.
Firefox für Android unterstützt darüber hinaus IndexedDB und eine automatische SIlbentrennung.
Eine Übersicht der Neuerungen in Firefox 6 gibt das Dokument Firefox 6 for Developers(öffnet im neuen Fenster) und die Ankündigung der Betaversion(öffnet im neuen Fenster) .
Firefox 6 soll im Laufe des dritten Quartals 2011 erscheinen. Die Betaversion kann unter mozilla.com/de/firefox/channel(öffnet im neuen Fenster) heruntergeladen werden. Der Nachfolger Firefox 7 liegt seit einigen Tagen bereits in der Aurora-Version vor.