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Toro II: Roboter bewegt sich in Wellen

Eine Schnecke hat Modell gestanden für den japanischen Roboter Toro II. Er ahmt die wellenartige Fortbewegung einer Schnecke nach, kommt aber ohne Schleim aus.
/ Werner Pluta
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Toro II: Fortbewegungsmechanismus einer Schnecke imitiert (Bild: Chuo Universität/Golem.de)
Toro II: Fortbewegungsmechanismus einer Schnecke imitiert Bild: Chuo Universität/Golem.de

Wissenschaftler der Chuo-Universität in der japanischen Hauptstadt Tokio haben einen Roboter konstruiert, der den Fortbewegungsmechanismus einer Schnecke imitiert, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum(öffnet im neuen Fenster) . Toro II haben die Wissenschaftler ihren Roboter genannt, den sie als omnidirektionalen mobilen Roboter mit einer schneckenartigen Wellenbewegung (" Snail-Wave Omnidirectional Mobile Robot(öffnet im neuen Fenster) ") bezeichnen.

Snail-Wave Omnidirectional Mobile Robot – Chuo Universität Tokio
Snail-Wave Omnidirectional Mobile Robot – Chuo Universität Tokio (00:59)

Der Roboter besteht aus acht Elementen, die er, wie eine Schnecke ihren Körper auch, jeweils strecken und zusammenziehen kann. Jedes der Elemente ist mit seinen beiden Nachbarn verbunden, so dass sie zusammen einen Kreis bilden können. Um sich vorwärtszubewegen, formieren sie sich zu einer Doppelreihe mit je vier Elementen. Soll der Roboter die Richtung ändern, bildet er einen Kreis und richtet sich dann neu aus.

Der Vorteil dieser Art der Fortbewegung ist, dass der Roboter sich einfach in jede Richtung bewegen kann und wenig Platz zum Navigieren braucht. Roboter mit Mecanumrädern(öffnet im neuen Fenster) , wie etwa der Youbot des Augsburger Robotikherstellers Kuka, können sich zwar ebenfalls in alle Richtungen bewegen. Sie könnten aber, so die Japaner, wegrollen, seien also nicht so stabil wie der Toro II.

Als Einsatzgebiet nennen die Entwickler enge Durchgänge, etwa in Krankenhäusern oder Fabriken.


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