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Gegen Atomwaffen: Nato-Webserver gehackt

Das Team Inj3ct0r berichtet, einen Webserver der Nato gehackt zu haben und veröffentlichte einige wahllos herausgepickte Dateien davon. Die Nato hat Hacker als ernste Bedrohung eingestuft und angekündigt, Gruppen wie Anonymous unterwandern und bekämpfen zu wollen.
/ Christian Klaß
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Team Inj3ct0r hackte Nato-Server (Bild: Team Injector/Golem.de)
Team Inj3ct0r hackte Nato-Server Bild: Team Injector/Golem.de

Wie The Hacker News berichtet(öffnet im neuen Fenster) , hat das Team Inj3ct0r(öffnet im neuen Fenster) einen auf der Apache-Tomcat-Version 5.5.9 basierenden Webserver der Nato(öffnet im neuen Fenster) angegriffen. Die Cracker haben mittels Zero-Day-Exploit einen Root-Zugang bekommen, sich aber aus Beweisgründen darauf beschränkt, 2.646 wahllos herausgepickte Dateien aus dem erstellten Serverbackup zu veröffentlichen – die Website hätten sie bewusst nicht entstellt (defaced). Als Grund für den Hack wurde angegeben, dass das Militärbündnis Nuklearwaffen entwickle und finanziere.

Bereits vor einigen Wochen wurde von anderen Angreifern der E-Book-Shop der Nato gehackt. Die Nato hatte selbst vor Hackern wie denen von Anonymous gewarnt und angegeben, dass Gegenmaßnahmen entwickelt würden und die Gruppe infiltriert werden soll, um ihrer Mitglieder habhaft zu werden. Anonymous wiederum warnte die Nato davor, die Gruppe herauszufordern. Team Inj3ct0r ist unabhängig von Anonymous.

In der Türkei hat derweil das Redhack-Team in Zusammenarbeit mit Anonymous über 100 Websites des islamistischen Kreationisten(öffnet im neuen Fenster) , Buchautoren und Holocaust-Leugners Adnan Oktar alias Harun Yahya(öffnet im neuen Fenster) verunstaltet. In den darauf veröffentlichten Texten und in einer Redhack-Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) wurde auch gegen geplante Zensurgesetze der Türkei protestiert. Oktar selbst hatte gerichtlich dafür gesorgt, dass in der Türkei der Zugriff auf viele Websites nicht mehr möglich ist, die ihn nach seiner Meinung diffamierten – darunter auch die Website des britischen Evolutionsbiologen Richard Dawkins(öffnet im neuen Fenster) , der türkischen Gewerkschaft für Bildung und der Zeitung Vatan.


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