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Datensammler: Microsoft legt Source Code seines WLAN-Scanners offen

Microsoft sammelt, wie dessen Konkurrenten auch, Standortdaten von WLANs, um mit den Daten seine ortsbezogenen Dienste zu verbessern. Nachdem Google dabei einst auch Nutzerdaten aufgezeigt hatte, gibt sich Microsoft nun als Musterschüler in Sachen Schutz der Privatsphäre.
/ Jens Ihlenfeld
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Aufzeichnungsfahrzeug von Bing Streetside (Bild: Microsoft)
Aufzeichnungsfahrzeug von Bing Streetside Bild: Microsoft

Microsoft legt den Source Code des WLAN-Scanners offen, mit dem das Unternehmen im Vorbeifahren Daten von drahtlosen Netzen einsammelt. Mit der so entstehenden Datenbank sollen die ortsbezogenen Dienste von Windows Phone 7 und Microsofts Suchmaschine Bing verbessert werden.

Um zu zeigen, dass dabei keine personenbezogenen Daten erfasst werden, hat Microsoft nun große Teile des Quelltextes offengelegt und betont in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) , wie wichtig der Schutz der Privatsphäre in diesem Zusammenhang ist. Die Veröffentlichung soll zeigen, in welchem Umfang Daten gesammelt werden. Jeder kann den Source Code unter archive.msdn.microsoft.com/datacollection(öffnet im neuen Fenster) herunterladen.

Interview mit James Utzschneider, Generalmanager Microsoft
Interview mit James Utzschneider, Generalmanager Microsoft (06:49)

Die vom Windows-Phone-Team entwickelte Software nutzt öffentlich dokumentierte Schnittstellen, um Sendemasten, WLAN-Hotspots und GPS-Daten zu erfassen. Zudem verfügt die Software über Funktionen, um sich selbst zu aktualisieren und zu überwachen. Die Software schneidet dabei keinen Funkverkehr (Payload-Daten)zwischen WLAN-Routern und den Computern von Nutzern mit, betont Microsoft.

Bei Google Street View hatte die Aufzeichnung von Payload-Daten offener WLANs zu einem Skandal geführt. Laut Google handelte es sich dabei um einen Fehler, der nicht hätte passieren dürfen. Microsoft stichelt nun in Richtung Google und betont, bei Microsofts Produkten habe der Schutz der Privatssphäre von Nutzern Priorität.


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