Abo
  • Services:

Distributed Scene Graph

Verteiltes Rechnen für MMVEs als Open Source

Mit Distributed Scene Graph (DSG) sollen die Berechnungen von Massive Multiplayer Virtual Environments auf mehrere Server verteilt werden können. Damit sollen sich die Teilnehmerzahlen um das Zwanzigfache erhöhen lassen. Intel hat DSG und den fotorealistischen Raytracer Embree als Open Source veröffentlicht.

Artikel veröffentlicht am ,
Szene aus einem Massive Multiplayer Virtual Environment
Szene aus einem Massive Multiplayer Virtual Environment (Bild: Intel)

Intel hat seine Distributed-Scene-Graph-Architektur als Open-Source-Software freigegeben und in Opensimulator integriert. Damit sollen sich Massive Multiplayer Virtual Environments (MMVE) auf mehrere Server skalieren und somit die Zahl der Teilnehmer und das Zwanzigfache erhöhen lassen. Bislang konnten in der ebenfalls quelloffenen Opensimulator-Software zwar problemlos neue Landschaften hinzugefügt werden. Sobald aber die Komplexität in Form von geskripteten Ereignissen oder die Teilnehmerzahl erhöht wurde, konnte der einzelne Server überlastet werden, auf dem das MMVE lief.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Welle, Bonn
  2. DePauli AG, Garching bei München

Mit DSG kann die Last der Berechnungen von MMVEs nun auf mehrere Server verteilt werden. So sollen Physik-Berechnungen, Skriptverarbeitung sowie die Verwaltung von Clients oder das Aktualisieren von grafischen Szenen in einzelnen Instanzen auf mehrere Server verteilt werden können. Sie werden von Distributed-Scene-Graph verwaltet. Intel hat DSG auf der Sciencesim-Plattform mit 1.000 interagierenden Clients getestet. Außerdem haben die Entwickler die Software in einem Szenario geprüft, bei dem über 13 geografisch verteilte Clientverwalter, 1.000 Bots und 20 Anwender verbunden waren. Dabei soll die Netzwerkaktivität um 99 Prozent gegenüber der Vorgängerversion von Opensimulator gesenkt worden sein.

Die Software soll sich nicht nur für Spiele, sondern auch für Szenarien für Katastrophenschutzübungen oder virtuelle Rundgänge in Sehenswürdigkeiten eignen.

Noch fehlt die Möglichkeit, DSG dynamisch zu skalieren. Zudem wollen die Entwickler das Ausliefern von Inhalten optimieren, so dass grafische Szenen auch mit mobilen Geräten abgerufen werden können.

Fotorealistisches Rendern mit Embree

Zugleich hat Intel eine Sammlung von Raytracing-Kerneln veröffentlicht, die fotorealistisches Rendering auf seinen Prozessoren optimiert. Embree nutzt dafür die SSE- und AVX-Instruktionen auf CPUs. Die Raytracing-Werkzeuge nutzen die Monte-Carlo-Algorithmen, bei denen sowohl die Strahlen von der Lichtquelle als auch die Strahlen von der Kamera bis zu den Lichtquellen der Objekte berechnet werden. Mit Embree sollen fotorealistische Bilder schnell und effizient in Echtzeit gedreht werden können. Erst wenn der Blickpunkt, beziehungsweise die Kamera, in einer statischen Position verharrt, werden Details eines Bildes nochmals nachberechnet.

Der Sourcecode von Embree ist unter der Apache-Lizenz 2.0 freigegeben und steht als Betaversion zum Download bereit. DSG ist Teil der Software Opensimulator und kann von den Git-Servern des Projekts heruntergeladen und installiert werden.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

scroogie 04. Jul 2011

Das ist doch nur eine Demonstration und ein Programmierbeispiel, und meiner Meinung nach...

gorsch 04. Jul 2011

Der Algorithmus skaliert in etwa folgendermaßen: Für halb so viel "Fehler" (bzw...

Thread-Anzeige 03. Jul 2011

Second Life ist eine ganze Welt mit Infrastrukturen, Zahlungs-System usw. Vermutlich von...

sn1x 03. Jul 2011

Vielleicht zu wenig geschlafen und deshalb zuviel Koffein oder so... Dachte erst, er wäre...

sn1x 03. Jul 2011

Ähm, Sonix hat Recht. Alles ok mit dir? Man könnte fast meinen, du nutzt ein Content...


Folgen Sie uns
       


Red Dead Redemption 2 - Golem.de live

Wir reden gemeinsam mit unserer Community über das große Spiel 2018, Red Dead Redemption 2, nach dem Test.

Red Dead Redemption 2 - Golem.de live Video aufrufen
Aufbruch zum Mond: Die schönste Fake-Mondlandung aller Zeiten
Aufbruch zum Mond
Die schönste Fake-Mondlandung aller Zeiten

Hollywood-Romantiker Damien Chazelle (La La Land) möchte sich mit Aufbruch zum Mond der Person Neil Armstrong annähern, fördert dabei aber kaum Spannendes zutage. Atemberaubend sind wie im wahren Leben dagegen Armstrongs erste Schritte auf dem Mond, für die alleine sich ein Kinobesuch sehr lohnt - der Film startet am Donnerstag.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Solo - A Star Wars Story Gar nicht so solo, dieser Han
  2. The Cleaners Wie soziale Netzwerke ihre Verantwortung outsourcen
  3. Filmkritik Ready Player One Der Videospielfilm mit Nostalgiemacke

15 Jahre Extreme Edition: Als Intel noch AMD zuvorkommen musste
15 Jahre Extreme Edition
Als Intel noch AMD zuvorkommen musste

Seit 2003 verkauft Intel seine CPU-Topmodelle für Spieler und Enthusiasten als Extreme Edition. Wir blicken zurück auf 15 Jahre voller zweckentfremdeter Xeon-Chips, Mainboards mit Totenschädeln und extremer Prozessoren, die mit Phasenkühlung demonstriert wurden.
Von Marc Sauter

  1. Quartalszahlen Intel legt 19-Milliarden-USD-Rekord vor
  2. Ryan Shrout US-Journalist wird Chief Performance Strategist bei Intel
  3. Iris GPU Intel baut neuen und schnelleren Grafiktreiber unter Linux

Flexibles Smartphone: Samsung verspielt die Smartphone-Führung
Flexibles Smartphone
Samsung verspielt die Smartphone-Führung

Jahrelang dominierte Samsung den Smartphone-Markt mit Innovationen, in den vergangenen Monaten verliert der südkoreanische Hersteller aber das Momentum. Krönung dieser Entwicklung ist das neue flexible Nicht-Smartphone - die Konkurrenz aus China dürfte feiern.
Eine Analyse von Tobias Költzsch

  1. Flexibles Display Samsungs faltbares Smartphone soll im März 2019 erscheinen
  2. Samsung Linux-on-Dex startet in privater Beta
  3. Infinity Flex Samsung zeigt statt Smartphone nur faltbares Display

    •  /