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Kino.to: Staatsanwalt will gegen ehemalige Werbepartner ermitteln

Die Generalstaatsanwaltschaft Sachsen plant auch gegen die ehemaligen Werbepartner von Kino.to vorzugehen. Das Portal soll in den letzten zwölf Monaten einen zweistelligen Millionenbetrag durch Werbung verdient haben.
/ Jörg Thoma
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Filmangebot bei Kino.to vor der Schließung (Bild: Kino.to)
Filmangebot bei Kino.to vor der Schließung Bild: Kino.to

Laut Informationen des Nachrichtenmagazins Focus will die Generalstaatsanwaltschaft Sachsen auch gegen ehemalige Werbepartner des Portals Kino.to vorgehen. Nach Berechnungen der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) soll Kino.to im letzten Jahr mindestens 14,6 Millionen Euro durch Werbung verdient haben. "Es wäre tatsächlich das erste Mal, dass Unternehmen, die auf einer illegalen Seite werben, auch strafrechtlich belangt werden," sagte die Sprecherin der GVU, Christine Ehlers, dem Nachrichtenmagazin Focus.

Betreiber droht 15 Jahre Haft

Neben Urheberrechtsverletzungen soll der ehemalige Betreiber und mutmaßliche Kopf des Portals Kino.to auch wegen Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt werden. Der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Sachsen, Wolfgang Klein, bestätigte das dem Focus. "Da droht eine empfindliche Freiheitsstrafe" , sagte Klein, "mehr als 15 Jahre kann er aber nicht kriegen." Der ehemalige Betreiber soll aus Leipzig stammen.

Christian Solmecke – Kino.to-Stream legal (April 2011)
Christian Solmecke – Kino.to-Stream legal (April 2011) (03:42)

Laut Justizunterlagen sollen die Betreiber eine "dauerhafte und umfassende Schädigung der Film- und Fernsehwirtschaft" angestrebt haben. Zudem hätten die Betreiber der Portale damit "die öffentliche Ordnung nachhaltig gefährdet." Nach Gerichtsunterlagen umfasste Kino.to zuletzt mehr als eine Million Links auf "geschützte Filmwerke aus Film und Fernsehen" . Monatlich sollen "etwa 131.000" neue Links hinzugekommen sein. Nach dem Ermittlungsverfahren will die Generalstaatsanwaltschaft Sachsen aus der Vielzahl der mutmaßlichen Urheberrechtsverstöße eine größere Anzahl herausgreifen.

Zuletzt wurde behauptet , dass die Gruppe um den mutmaßlichen Gründer und Chef von Kino.to, Dirk B., auch hinter den Portalen movie2k.to und neu.to stecken soll.


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