Wimbledon Netmix Experiment

Der BBC-Hörer kann den Live-Ton selbst mischen

Der Radiosender BBC macht den Zuschauer zum Tonmischer: Der kann eine von einem Fraunhofer-Institut entwickelte Software auf seinem Rechner installieren und damit den Ton bei der Liveübertragung vom Tennisturnier selbst regeln. Im BBC-Fernsehen gibt es Tennis in 3D.

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Geräusche vom Platz ausblenden: Victoria Azarenka in Wimbledon 2011
Geräusche vom Platz ausblenden: Victoria Azarenka in Wimbledon 2011 (Bild: Eddie Keogh / Reuters)

Die ehemalige Tennisspielerin Monica Seles war bei ihren Gegnerinnen wegen ihrer hervorragenden Spielweise gefürchtet. Manche Gegnerinnen - ebenso wie viele Zuschauer - nahmen ihr übel, dass sie ihre Aufschläge mit lauten akustischen Äußerungen untermalte. Das Beispiel hat derart Schule gemacht, dass Ian Ritchie, Vorsitzender des All England Lawn and Tennis Club, die Spieler dazu aufgerufen hat, beim diesjährigen Tennisturnier in Wimbledon laute Äußerungen zu unterlassen. Das Turnier wird von dem Verein ausgetragen.

Kommentar oder Ballgeräusche

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Ob der Aufruf Erfolg hat, ist fraglich. Zumindest den Zuhörern bietet der britische Rundfunksender BBC 5 Linderung: Sie können in einem Experiment im Onlineprogramm des Senders die Geräusche auf dem Tennisplatz zugunsten des Kommentars ausblenden. Möglich ist das durch eine spezielle Software, den Netmix Player, den das in Erlangen ansässige Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) entwickelt hat.

Der Netmix Player ermöglicht es Nutzern, während der Liveübertragungen aus Wimbledon "die Kommentarlautstärke im Verhältnis zu den Geräuschen auf dem Platz: die Zuschauer, die Geräusche an der Grundlinie und den Ball zu regeln", schreibt die BBC auf der Website zum Wimbledon Netmix Experiment. Dazu verfügt die Software über einen Schieberegler, auf dem die Zuschauer wahlweise den Pegel entweder in Richtung Kommentar oder in Richtung Platzatmosphäre verschieben können. Der Netmix Player steht für Windows- (XP, Vista und 7) und Apple-Computer (Mac OS X) zur Verfügung.

Tennis in 3D

Die BBC experimentiert auch im Fernsehen mit neuer Technik: Die Halbfinalspiele der Männer sowie die Finalspiele der Frauen und der Männer am Wochenende sendet die BBC auf ihrem HD Channel in 3D. Die 3D-Übertragung übernimmt Sony. Das Unternehmen hatte bereits im vergangenen Jahr bei der Fußballweltmeisterschaft Spiele in 3D aufgenommen. Um in den Genuss von 3D-Tennis zu kommen, brauchen die Zuschauer einen 3D-fähigen Fernseher sowie Satelliten- oder Kabelanschluss.

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Es handele sich dabei um eines von mehreren "Experimenten mit redaktionellen und technischen Partnern, um die Möglichkeiten von 3D auszuloten", erklärt die BBC. Im kommenden Jahr will der Sender BBC One die in 3D produzierte Serie Planet Dinosaur ausstrahlen. Einen eigenen Kanal für 3D-Sendungen plant die BBC erst einmal nicht.

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