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Games Plant

Der Spieler als Taschengeld-Investor

Wenn viele leidenschaftliche Gamer ein paar Euro sammeln, können sie damit auch größere Projekte stemmen - und sogar selbst bei Designentscheidungen mitreden. Das ist die Grundidee hinter dem Crowdsourcingprojekt Games Plant.

Artikel veröffentlicht am ,
The Kore Gang
The Kore Gang (Bild: Game Plant)

Die Spieleentwicklung kostet Geld - und zwar gar nicht so wenig, schließlich kommt allein durch die Personalkosten rasch ein hübsches Sümmchen zusammen. Deshalb übernehmen normalerweise kapitalstarke Publisher die Finanzierung. Wenn es nach dem deutschstämmigen Startup Games-plant.com geht, sollen künftig Spieler selbst in Titel investieren können, die sie interessieren. Wie bei derartigen Crowdsourcingprojekten üblich, muss das kein großer Betrag sein - die Masse der Investoren macht's. Hinter Games Plant steckt ein Unternehmen namens Galahad Capital Management aus Ulm, bei dem auch einige langjährige Mitglieder der deutschen Spielebranche arbeiten.

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Wer sein Taschengeld in Spiele auf Games Plant steckt, soll bei einem wirtschaftlichen Erfolg des Projekts einen mehr oder weniger hohen Gewinn einstreichen können. Außerdem gibt es sogenannte "kreative Prämien", etwa die Nennung als Executive Producer in den Credits, eine Mitsprache beim Gamedesign, der Erhalt einer ganz persönlichen Spielversion vor dem offiziellen Release oder die Benennung von Charakteren nach dem Namen des Unterstützers.

"Entwickler sind nicht mehr davon abhängig, dass ihre Konzepte Publishern gefallen, die dann die Finanzierung übernehmen, sondern Entwickler können auf Games Plant die Marktakzeptanz ihrer Ideen testen und sich zum Beispiel einen Prototypen, eine Demoversion oder das ganze Spiel von der breiten Masse der Internet-User finanzieren lassen. Die dabei gewonnenen Fans gelten als treue Multiplikatoren und sind auch im gesamten Entwicklungsprozess wichtige Resonanzgeber", so Jörn Renfordt, Geschäftsführer von Galahad Capital. Er verweist außerdem darauf, dass die Entwickler durch sein Finanzierungsmodell die Eigentümer ihrer Marke bleiben.

Tatsächlich Geld für die Entwicklung gibt es nur für die Konzepte, die innerhalb eines Zeitraumes von 90 Tagen das jeweilige Finanzierungsziel erreichen. Die Abwicklung erfolgt per Paypal. Der Unterstützungsbetrag wird jedoch nur abgebucht, wenn der Entwickler auch wirklich die Höhe des benötigten Kapitals zur Umsetzung seines Projektes erreicht. Ansonsten erlischt das Abbuchungsrecht. Wird das Finanzierungsziel innerhalb der 90-Tage-Frist verfehlt, wird laut den beteiligten Unternehmen kein Cent abgebucht.

Zum Redaktionsschluss dieser Meldung konnten Spieler in sieben Programme investieren. Eines hatte noch gar keine Gelder zugesagt bekommen. Der Spitzenreiter, ein Smartphone- und Tablet-Projekt namens The Kore Gang von Renfordt selbst, konnte durch 22 Unterstützer immerhin rund 2.400 Euro sammeln und hatte dadurch fast 11 Prozent der Zielsumme von 20.000 Euro erreicht.



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Jenz 01. Jul 2011

also wenn ich das richtig gedeutet habe, musst Du ein Paypalkonto haben, wovon die aber...

KingTobi 01. Jul 2011

Jau, da würd ich mich auch gerne anschließen...

Thread-Anzeige 30. Jun 2011

- Für Apps - Für Treiber - Für Anwendungen oder deren Verbesserungen - Für Übersetzungen...

Peter Fischer 30. Jun 2011

Ursprünglich als naturwissenschaftliches Spiel angekündigt (computerbild-Bericht), kam es...

Eisklaue 30. Jun 2011

Da gabs doch schonmal so eine ähnliche Aktion von David Perry. Damals sollte ja die...


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