Light Peak: Apples Thunderbolt-Kabel stecken voller Technik

Bei den teuren Thunderbolt-Kabeln von Apple handelt es sich um Kabel mit eigenen Chips. Das hat iFixit herausgefunden, nachdem ein Kabel auseinandergenommen wurde(öffnet im neuen Fenster) . In den beiden Kabelsteckern, die die Form eines Mini-Displayports haben, ist jeweils ein Chip untergebracht, wie auch an den Bildern zu erkennen ist(öffnet im neuen Fenster) . Es handelt sich bei einer 2-Meter-Thunderbolt-Verbindung also um eine aktive Verbindung. Die Chips stammen von Genum ( technische Informationen zum GN2033(öffnet im neuen Fenster) ) und werden von jeweils zwei weiteren Chips unterstützt. Auch Widerstände befinden sich in den Steckern.

Apple verkauft seit einigen Tagen die ersten Kabel , die mit 50 Euro zu den teuersten Kabeln gehören, die Apple anbietet. Originalkabel sind jedoch grundsätzlich sehr teuer, unabhängig vom Hersteller. Aufgrund der Technik in den Thunderbolt-Kabeln kann auch damit gerechnet werden, dass Drittanbieter eine Weile brauchen werden, bis sie günstige Alternativen anbieten können.
Für Mac-OS-X-Nutzer hat Apple eine Liste häufig gestellter Fragen samt Antworten zu Thunderbolt publiziert(öffnet im neuen Fenster) . Dort wird unter anderem angegeben, dass Apple empfiehlt, keine Kabel zu verwenden, die länger als zwei Meter sind. Im Februar 2011 hieß es noch, Thunderbolt sei für Kabel mit bis zu drei Meter geeignet . Laut Genum sind mit den GN2033-Chips sogar 5-Meter-Verbindungen möglich. Die Mindestlänge liegt aber bei 2 Metern.
Windows-Betrieb mit Nachteilen
Thunderbolt-Kabel lassen sich auch – per Bootcamp – unter Windows verwenden, wie die Windows-FAQ erklärt(öffnet im neuen Fenster) . Allerdings hat der Betrieb unter Windows teils erhebliche Nachteile. Per Thunderbolt angeschlossene Geräte lassen sich beispielsweise erst nach einem Neustart wieder benutzen und Hibernate oder Suspend-to-RAM werden nicht unterstützt. Außerdem muss ein Thunderbolt-Gerät bereits beim Hochfahren von Windows angeschlossen sein.





Für den Betrieb mit Thunderbolt hat Apple ein Firmware-Update veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Bei Apple Deutschland werden neben den verfügbaren Thunderbolt-Kabeln nun auch Promise Pegasus RAID-Systeme gelistet(öffnet im neuen Fenster) . Die Kosten für das 8-TByte-RAID-System, das per Thunderbolt angeschlossen werden kann, liegen bei rund 1.300 Euro. 12 TByte kosten 1.700 Euro. Eine Lieferung der Systeme ist laut Apple allerdings erst in zwei bis drei Wochen möglich.