L.A. Noire: Entwickler klagen über miese Arbeitsbedingungen

Arbeitszeiten von 100 Stunden pro Woche waren nicht ungewöhnlich, selbstverständlich war auch an den Wochenenden voller Einsatz gefragt – und das über einen langen Zeitraum. Das und mehr haben anonym eine Reihe von Entwicklern des australischen Studios Team Bondi, die an dem im Mai 2011 veröffentlichten L.A. Noire beteiligt waren, im Gespräch mit US-Medien wie Develop gesagt(öffnet im neuen Fenster) . Insbesondere Unternehmenschef Brendan McNamara wird beschuldigt, das Betriebsklima vergiftet zu haben. Angeblich sei es oft vorgekommen, dass er mitten im Studio gestanden und seine Mitarbeiter angebrüllt habe.

Besonders schlimm sei es geworden, nachdem eine externe Beraterfirma ihm nahegelegt habe, sich einen Platz etwas Abseits des Teams zu suchen. McNamara sei dann ständig hin- und hergeflitzt und habe die Leute noch mehr genervt, so eine der Quellen.
Angesichts der Schwere der Vorwürfe hat die International Game Developers Association(öffnet im neuen Fenster) (IDGA) angekündigt, die Vorgänge bei Team Bondi zu untersuchen – das berichtet Shacknews.com(öffnet im neuen Fenster) . Übermäßig lange Arbeitszeiten über einen ausgedehnten Zeitraum seien nicht hinzunehmen, so Brian Robbins, der Sprecher der Organisation.
Die Anschuldigungen der Entwickler erinnern an vergleichbare Klagen durch Mitarbeiter von Rockstar San Diego kurz vor der Veröffentlichung von Red Dead Redemption. Auch L.A. Noire wurde von Rockstar Games veröffentlicht, das zum Publisher Take 2 gehört.