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Sony S1 und S2: Tablets mit Playstation-Spielen und zum Zuklappen

Bei einer Veranstaltung in München hat Sony erstmals in Europa die Tablets S1 und S2 sowie das Notebook Vaio Z vorgeführt. Auch wenn die technischen Daten weiterhin geheim gehalten werden, zeigt sich doch schon: Die Tablets sind auch fürs Spielen gedacht, und das Notebook verfügt über clevere Schnittstellen.
/ Nico Ernst
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Das S2 zum Zuklappen (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
Das S2 zum Zuklappen Bild: Nico Ernst/Golem.de

Der Erstkontakt mit dem Sony S2 kann ganz unterschiedlich ausfallen: Ist das Gerät zugeklappt, erinnert es an ein Brillenetui. Sieht man es in der Hand eines Benutzers, wecken die in beiden Gehäusehälften vorhandenen 5,5-Zoll-Displays Assoziationen mit einer Handheldkonsole wie dem Nintendo DS.

Sony S2 Tablet – kurzes Hands on
Sony S2 Tablet – kurzes Hands on (00:18)

So erging es auch den Journalisten, denen Sony in München seine beiden ersten Android-Tablets vorführte. Vieles wollte das Unternehmen dabei noch verbergen oder nicht im Bild festgehalten haben, daher nur so viel: Die Playstation-Logos auf dem S2 sind kein Zufall. Wie auch das größere S1 sind die Tablets auch als Geräte für die Playstation Suite gedacht.

Auf dem S1 mit seinem präzisen 9,4-Zoll-Touchscreen konnte Golem.de auch eine Runde des Jump-and-run-Klassikers Crash Bandicoot (Playstation One) spielen. Der Spielbildschirm im 4:3-Format war dabei links und rechts von Symbolen eines Playstation-Controllers umgeben. Die Bedienung klappte überraschend gut, was auch daran lag, dass das Tablet recht leicht erschien. Nur etwas mehr als geschätzte 600 Gramm dürften es sein.

Dazu kommt die Keilform: Das S1 sieht von hinten mit einem deutlich sichtbaren Falz wie eine aufgeschlagene und umgeklappte Zeitschrift aus. Je nach Vorliebe kann es mit der dickeren oder dünneren Seite nach unten gehalten werden. Uns erschien es angenehmer, das Tablet beim Spielen an der dickeren Seite zu halten. Bemerkenswert am S1 ist noch ein proprietärer USB-Port hinter einer Klappe – ob es dafür einen mitgelieferten Adapter gibt, wollte Sony noch nicht sagen.

Noch zugeknöpfter zeigte sich das Unternehmen bei der Oberfläche, die auf Android 3.0 alias Honeycomb basiert und von Sony kräftig modifiziert wurde. Zwar gibt es weiterhin den von Android gewohnten mehrteiligen Homescreen, ähnliche Funktionen wie die Spiele fasst Sony aber mit eigener Bedienung zusammen. Bilder davon wollte das Unternehmen nicht zulassen.

Vaio Z mit proprietärem Light-Peak-Dock

Dafür ergab die nähere Betrachtung des sehr dünnen Businessnotebooks Vaio Z mit externer Grafikbox, wie Sony seine proprietäre Schnittstelle auf Basis von Intels Light Peak umgesetzt hat. Das "Power Media Dock", das neben Monitor- auch USB- und einen Gigabit-Port bietet, findet über einen USB-Stecker Anschluss. Dieser ist fest in einen recht großen Stecker montiert, der auch die Stromversorgung bereitstellt.

Das Notebook kann so vom Dock versorgt werden, das Netzteil kommt dann an das Dock. Wer sich also ein zweites Netzteil zulegt, kann dieses im Büro in der Tasche und den anderen Stromversorger am Dock angesteckt lassen. Sind dort auch Tastatur und Monitor angebunden, gilt es – wie bei klassischen Docking-Stations – nur, eine Verbindung herzustellen. Das kommt der Idee von Light Peak als Universalschnittstelle für beliebige Protokolle recht nahe. Unterwegs ohne Dock ist der Port eine herkömmliche USB-3.0-Schnittstelle.

Gegen Ende Juli 2011 soll das Vaio Z auf den Markt kommen, sein Komfort und das geringe Gewicht von 1,2 Kilogramm ohne Dock haben jedoch einen stolzen Preis. Je nach Ausstattung hinsichtlich CPU und SSD kostet das Gerät ab 2.300 Euro, es ist nicht ohne das Dock erhältlich. Zum Marktstart der Tablets gab Sony nur den Herbst 2011 an, die Preise der Geräte stehen noch nicht fest. Die Ifa in Berlin, die im September stattfindet, erscheint für Sonys Einstieg in die Tabletwelt als guter Termin.


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