Gepflegte Streitkultur

Der oft heftige Streit zwischen den Entwicklern auf der Kernel-Mailingliste sei berüchtigt, sagte der Interviewer Greg Kroah-Hartman. Sie werden in Firmen mit der gleichen Heftigkeit geführt. Dort fänden solche Diskussionen aber hinter verschlossenen Türen statt, während die Kernel-Entwickler sie in aller Öffentlichkeit führten.

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Zu den Änderungen der Versionsnummer des Linux-Kernels auf 3.0 sagte Torvalds, dass es einfach an der Zeit war. Gerade sein Interviewpartner Kroah-Hartman habe erhebliche Probleme mit der bisherigen Nummerierung gehabt. Er habe seine Kernel-Updates mit vierstelligen Versionsnummern veröffentlichen müssen. Kroah-Hartman hielt dann auch sein vor Jahren gemachtes Versprechen ein und überreichte Torvalds eine Flasche Whiskey. Er hatte Torvalds die Flasche versprochen, sobald die Nummerierung vereinfacht werden würde.

Zukunftsweisende Kernel-Funktionen

Zu den spannendsten Änderungen am Kernel in den vergangenen Monaten gehören für Torvalds die zugleich "langweiligsten" Funktionen, also jene, die die Anwender kaum wahrnehmen. Darunter ist die Namenssuche von Dateipfaden (RCU-based name lookup) in Kernel 2.6.38 gewesen, die ohne Sperren für einen Geschwindigkeitszuwachs von 30 bis 50 Prozent sorgen soll.

Manche Funktionen haben die Kernel-Entwickler bereits eingebaut, bevor sie überhaupt als relevant erachtet wurden, so Torvalds. Die Unterstützung für symmetrische Multiprozessorsysteme habe 1996 für Diskussionen unter Entwicklern und den Versionssprung von 1.x auf 2.x gesorgt, denn damals konnte sich kaum jemand vorstellen, dass normale Systeme mehr als einen Prozessor verwenden würden.

Linux-Weltherrschaft ist kein Witz mehr

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Zu der Desktopproblematik sagte Torvalds, dieser Markt sei schwer umkämpft und er sähe es gern, wenn Linux auf dem Desktop mehr Erfolg hätte. Die Anwendungen dafür gebe es ja bereits. Er wüsste aber auch nicht, was die Kernel-Entwickler beitragen könnten, um den Linux-Desktop zu verbreiten.

Den Witz, Linux solle die Weltherrschaft übernehmen, mache er schon lange nicht mehr. Er sei dann komisch gewesen, als es unmöglich erschien, dass Linux über eine kleine Fangemeinde heraus populär werden würde. Heute sei der Witz eher zur ernsten Realität geworden.

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 Linus Torvalds: "Das größte Problem waren die Hardwarehersteller"
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ArnyNomus 24. Jul 2011

Ich rede von Großraumbüros. Außendienstler benutzen schon immer Mobile Geräte (Laptop...

zilti 24. Jul 2011

Der Beitrag des Tages! Wenn nicht der Woche!

zilti 24. Jul 2011

...die aber (leider) stimmt. Wenn sich das in der letzten Zeit nicht extrem geändert...

linux-macht... 02. Jul 2011

Als jemand der ein Debian sid mit Wechsel zu Sidux und dann aptosid auch jahrelange mit...



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