Light Peak: Apple verkauft jetzt Thunderbolt-Kabel

Apple verkauft jetzt offiziell Thunderbolt-Kabel für Macs, die bereits im Februar 2011 vorgestellt wurden . Damit ist es möglich, 10 GBit/s an Daten zu übertragen und gleichzeitig Displayport-Signale für Monitore zu senden. Apple nutzt als Steckerformat den Mini-Displayport, der sich vom alten Mini-Displayport-Anschluss optisch durch ein Thunderbolt-Symbol unterscheidet.
Bisher konnten Anwender nur Displayport-Kabel an dem Anschluss verwenden. Diese Kabel sind aber nicht in der Lage, Signale von Thunderbolt alias Light Peak zu transportieren. Dementsprechend wurde die Schnittstelle nicht verwendet. Da es bisher auch noch kein Zubehör gab, abgesehen von Macs, die sich untereinander verbinden ließen, war das Fehlen der Kabel kein Problem.

Als wir das Macbook Pro im März 2011 getestet hatten , war es uns nicht möglich, Thunderbolt auszuprobieren, weil es kein entsprechendes Kabel gab. Weder Apple noch Light-Peak-Erfinder Intel oder die zahlreichen Zubehörhersteller hatten es im Angebot.
Da die Kabel nun verfügbar sind, können Anwender nicht nur per Thunderbolt Peripherie anschließen, sondern beispielsweise auch den Target Display Modus der neuen iMacs oder den Target Disk Modus verwenden. Letzterer ist Mac-Nutzern schon von der Firewire-Schnittstelle bekannt.
Das Thunderbolt-Kabel kostet in Apples Onlineshop rund 50 Euro(öffnet im neuen Fenster) und ist 2 Meter lang. Es ist laut Webshop sofort verfügbar.
Beim Zubehör sieht es zumindest in Deutschland nicht gut aus. In den USA gibt es bereits RAID-Lösungen von Promise(öffnet im neuen Fenster) zu einem Preis von mindestens 1.000 US-Dollar.





Weiteres vor allem für den Videoschnitt interessantes Zubehör ist unter anderem von Matrox und Lacie geplant. Von Matrox gibt es bald einen mobilen HDMI-Grabber und Lacies Little Big Disk soll mit zwei SSDs im RAID-Verbund Leseraten um die 700 MByte/s erreichen.
Hintergründe zu Thunderbolt werden in einem älteren Artikel erläutert .



