• IT-Karriere:
  • Services:

Facebook

App-Prüfungs-Robot läuft Amok

Facebook hat seine automatische Prüfung für Apps um neue Kriterien erweitert. Innerhalb weniger Tage wurden zahlreiche Facebook-Apps verbannt. Die Entwickler wurden darüber mit einer automatisch generierten E-Mail benachrichtigt.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook hat den Zugriff des Kipi-Plugins auf seine Seiten blockiert.
Facebook hat den Zugriff des Kipi-Plugins auf seine Seiten blockiert. (Bild: Golem.de)

Stillschweigend haben Facebook-Entwickler die Kriterien des Systems verändert, nach denen Facebook-Apps geprüft werden. Offensichtlich ist der Robot dabei außer Kontrolle geraten und hat in der vergangenen Woche etliche Apps auf die schwarze Liste gesetzt - auch solche, die nach den neuen Kriterien gar nicht hätten verbannt werden sollen. Die Benachrichtigungen über das Deaktivieren ihrer Apps erhielten die Entwickler von einem E-Mail-Bot.

Stellenmarkt
  1. SIZ GmbH, Bonn
  2. medavis GmbH, Karlsruhe

Betroffen sind eine ganze Reihe von Apps, die laut deren Entwicklern in den Monaten zuvor einwandfrei liefen und auch bei den Anwendern großen Zuspruch erhielten. Laut dem Facebook-Entwickler Eugene Zarakhovsky berücksichtigt das Prüfsystem künftig verstärkt Benutzerbewertungen. Dazu gehörten laut Zarakhovsky solche, die auf das Profil eines Benutzers posten oder als Spam eingestuft worden sind. Laut Zarakhovsky liege der Fehler darin, die Entwickler nicht rechtzeitig über die Veränderungen der Kriterien informiert zu haben.

Gepostete Bilder gelöscht

Als einen Grund für die hohen negativen Bewertungen sehen die Entwickler den "Missbrauch" des Report-Buttons, den etliche Anwender nutzen, um dem Entwickler Wünsche oder Kritikpunkte mitzuteilen. Eigentlich sollte die Schaltfläche nur dann genutzt werden, wenn an der Applikation etwas zu beanstanden wäre. Zahlreiche Entwickler zeigten sich nach der Deaktivierung ihrer Apps ratlos.

Eine der betroffenen Anwendungen ist das Kipi-Plugin für den Upload von Fotos auf Facebook über entsprechende Anwendungen wie Gwenview oder Digikam. Laut einem Benutzer löschte Facebook sogar nachträglich Fotos, die zuvor über das Plugin noch erfolgreich eingepflegt worden waren. Gegenwärtig erhalten Benutzer des Plugins die Fehlermeldung "Facebook Call Failed: Application has been deleted". Ein Entwickler mutmaßte, die Deaktivierung des Plugins könne an dem, eigentlich geheimen, API-Schlüssel von Facebook liegen, der - für jedermann sichtbar - im Quellcode stehe und entsprechend von Dritten unbefugt genutzt werden könne. Inzwischen wurde jedoch klar, dass für die Deaktivierung die neuen Kriterien des Prüfsystems verantwortlich sind.

Einspruch möglich

In seinem Posting verspricht Zarakhovsky, Facebook werde die neuen Kriterien, nach denen das System Facebook-Apps künftig prüfe, "in den kommenden Wochen" veröffentlichen. Entwickler, die das Löschen ihrer Apps für ungerechtfertigt halten, können bei Facebook Einspruch gegen die Verbannung einlegen. Inhalte seien nicht gelöscht worden. Sollte eine App wieder zugelassen werden, werde auch deren Inhalt wieder hergestellt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,44€
  2. (-75%) 9,99€
  3. 12,99€

SatchelPhilosop... 01. Jul 2011

Ein Programm tut lediglich das worauf es programmiert wurde. Es ist der billige Weg dem...

chrulri 29. Jun 2011

Tja aber mein Posting zu Sigas "Auftritt" wurde halt gelöscht weil ich mich wesentlich...

Himmerlarschund... 28. Jun 2011

Mir ist ohnehin schon aufgefallen, dass mittlerweile oft der Computer bzw. die Programme...

Seitan-Sushi-Fan 28. Jun 2011

Hast Du den Artikel überhaupt gelesen? Seit wann ist ein Foto-Uploader eine Spam-Anwendung?

Aim 28. Jun 2011

Tja Zensur pur


Folgen Sie uns
       


Motorola Razr (2019) - Hands on

Das neue Motorola Razr lässt sich wie das alte Razr V3 zusammenklappen - das Display ist allerdings faltbar und geht über die gesamte Innenfläche des Smartphones.

Motorola Razr (2019) - Hands on Video aufrufen
Erneuerbare Energien: Windkraft in Luft speichern
Erneuerbare Energien
Windkraft in Luft speichern

In Zukunft wird es mehr Strom aus Windkraft geben. Weil die Anlagen aber nicht kontinuierlich liefern, werden Stromspeicher immer wichtiger. Batterien sind eine Möglichkeit, das britische Startup Highview Power hat jedoch eine andere gefunden: flüssige Luft.
Ein Bericht von Wolfgang Kempkens

  1. Energiewende Norddeutschland wird H
  2. Energiewende Brandenburg bekommt ein Wasserstoff-Speicherkraftwerk
  3. Energiewende Dänemark plant künstliche Insel für Wasserstofferzeugung

Sicherheitslücken: Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet
Sicherheitslücken
Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet

Eigentlich sollte die Parkhaussteuerung nicht aus dem Internet erreichbar sein. Doch auf die Parkhäuser am Microsoft-Hauptsitz in Redmond konnten wir problemlos zugreifen. Nicht das einzige Sicherheitsproblem auf dem Parkhaus-Server.
Von Moritz Tremmel

  1. Ölindustrie Der große Haken an Microsofts Klimaplänen
  2. Datenleck Microsoft-Datenbank mit 250 Millionen Support-Fällen im Netz
  3. Office 365 Microsoft testet Werbebanner in Wordpad für Windows 10

Radeon RX 5600 XT im Test: AMDs Schneller als erwartet-Grafikkarte
Radeon RX 5600 XT im Test
AMDs "Schneller als erwartet"-Grafikkarte

Für 300 Euro ist die Radeon RX 5600 XT interessant - trotz Konkurrenz durch Nvidia und AMD selbst. Wie sehr die Navi-Grafikkarte empfehlenswert ist, hängt davon ab, ob Nutzer sich einen Flash-Vorgang zutrauen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte AMD bringt RX 5600 XT im Januar
  2. Grafikkarte Radeon RX 5600 XT hat 2.304 Shader und 6 GByte Speicher
  3. Radeon RX 5500 XT (8GB) im Test Selbst mehr Speicher hilft AMD nicht

    •  /