Düsseldorf und Krefeld: Vodafone baut erste deutsche Großstädte mit LTE aus

Vodafone Deutschland startet in der zweiten Jahreshälfte stadtweite LTE-Netze in Düsseldorf und Krefeld. "Die Stadtgebiete werden abgedeckt" , sagte Vodafone-Sprecher Kuzey Esener Golem.de auf Anfrage. Damit stattet der britische Mobilfunkbetreiber erstmals Ballungszentren komplett mit LTE aus.
Die Verpflichtungen der Bundesnetzagentur für den Mobilfunk der vierten Generation sehen einen Ausbau pro Bundesland vor. Wenn in einem Land die weißen Flecken komplett entfernt sind, dürfen die Ballungszentren ausgestattet werden. Esener: "Wir rechnen damit, das die weißen Flecken in Nordrhein-Westfalen in Kürze abgedeckt sind." Welche Städte als Nächstes folgen, wollte Esener noch nicht sagen. "Düsseldorf und Krefeld, das ist jetzt erstmal die Planung. In den anderen Bundesländern dauert es noch etwas mit der Abdeckung der weißen Flecken."
Vodafone hat auch im Sony-Center am Potsdamer Platz in Berlin eine LTE-Sendestation aufgestellt. Die Ausleuchtung beschränkt sich aber auf das Gelände mit 26.000 Quadratmetern und den Gebäudekomplex im Bezirk Mitte. Netzabdeckung mit LTE-Technik bietet Vodafone nach eigenen Angaben in Berlin am Flughafen Tegel, im Ortsteil Steglitz und Adlershof. "Wir erreichen in Berlin 250.000 Haushalte mit LTE" , sagte Esener.
Vodafone-Chef Friedrich Joussen sagte der Rheinischen Post(öffnet im neuen Fenster) , dass das LTE-Angebot "nicht über 30 Euro" kosten soll. Wer den LTE-Mobilfunkanschluss auch für den mobilen Internetzugang nutzt, soll jedoch etwas mehr zahlen. Vodafone Deutschland hatte seine LTE-Preise schon im September 2010 veröffentlicht.
Joussen zur Rheinischen Post : "Düsseldorf liegt nahe, weil hier unser Entwicklungszentrum liegt." Angebunden werden die LTE-Stationen an das Glasfasernetz des im Jahr 2005 übernommenen City-Carriers Isis . "Und Krefeld können wir als geografisch relativ flache Stadt trotz 250.000 Einwohnern mit nur wenigen Basisstationen abdecken" , sagte Joussen.



