Mozilla: Mehr als 200 neue Funktionen für Firefox

Die Entwicklung von Firefox läuft öffentlich ab und so kann jeder sehen, an welchen Neuerungen Mozilla derzeit arbeitet. In drei Wiki-Seiten führt Mozilla die für die Firefox-Plattform(öffnet im neuen Fenster) , den Desktop(öffnet im neuen Fenster) und mobile Geräte(öffnet im neuen Fenster) geplanten und in Entwicklung befindlichen neuen Funktionen im Detail auf.
Firefox-Plattform
Für die Firefox-Plattform, also die in Firefox für den Desktop und für mobile Endgeräte genutzte Browserengine, sind über 90 Neuerungen gelistet, an vielen davon wird bereits gearbeitet. Dazu zählen eine verbesserte Stabilität und höhere Geschwindigkeit für Firebug(öffnet im neuen Fenster) ebenso wie der von Grund auf neu konzipierte Javascript-Debugger(öffnet im neuen Fenster) oder Telemetry(öffnet im neuen Fenster) für bessere Analysefunktionen. Letzteres ist bereits in den aktuellen Nightly Builds enthalten(öffnet im neuen Fenster) .

Auch die Arbeiten an der Grafikengine von Firefox unter dem Namen Azure finden sich in der Liste. Ebenso geplant ist die Umsetzung eines Vollbild-APIs(öffnet im neuen Fenster) , des neuen Javascript-JIT-Compilers Ionmonkey und eines DOM-Crypto-APIs .
Neue Möglichkeiten in Sachen Audio und Video
Größere Neuerungen sind auch in Sachen Audio und Video geplant, die Robert O'Callahan zusammenfasst(öffnet im neuen Fenster) : Dazu zählen das komplexe Abmischen von Audio samt Effekten, die Synchronisation mehrerer HTML-Media-Elemente (HTML Mediacontroller), das lokale Aufnehmen von Audio und Video im Browser sowie Peer-to-peer-Streaming von Audio und Video mit Hilfe von WebRTC und HTML-Streams.
Login per Firefox
In Sachen Datenschutz plant Mozilla unter anderem APIs, über die Websites die Nutzung von Third-Party-Cookies anfordern und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung beispielsweise per SMS einleiten können. Die bestehenden Accounts für Firefox Sync sollen aufgewertet werden und künftig zum Login in Websites(öffnet im neuen Fenster) mit von Mozilla verifizierten E-Mail-Adressen genutzt werden können.

Einige der in Entwicklung befindlichen Themen tauchen in den Listen aber gar nicht oder nur am Rande auf. Dazu zählen das gesamte Thema Web Apps und Mozillas Like-Button-Alternative F1 .
Neues für Firefox unter Windows, Linux und Mac OS X
Alex Faaborg arbeitet für die Desktopversion von Firefox an einer Neugestaltung des Home Tabs sowie neuer Tabs(öffnet im neuen Fenster) . Er will das Home Tab zu einer Art Dashboard umbauen, auf dem Widgets zeigen, was aktuell passiert. Einen ähnlichen Ansatz zeigt Opera bereits mit Opera 11.50 . Bei neu geöffneten Tabs soll hingegen die Suche im Mittelpunkt stehen. Zudem soll die Domain im URL-Feld hervorgehoben(öffnet im neuen Fenster) und das Tab about:Memory(öffnet im neuen Fenster) grundlegend überarbeitet werden.
Das Scrollen per Mausrad soll unter Windows präziser werden(öffnet im neuen Fenster) .
App Tabs werden global
Die mit Firefox 4 eingeführten App Tabs sollen künftig standardmäßig auf URL-Zeile und Toolbar verzichten(öffnet im neuen Fenster) , um mehr Platz für die Apps zu schaffen. Zudem sollen die App Tabs global in allen Fenstern(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung stehen.
In den Einstellungen sollen Nutzer künftig alle von einer Website gespeicherten Daten verwalten(öffnet im neuen Fenster) können. Beim Umstieg von Google Chrome auf Firefox soll ein Import der Einstellung(öffnet im neuen Fenster) möglich sein, so wie es heute schon beim Internet Explorer, Safari und Opera der Fall ist.
Augenmerk auf langsame und unsichere Plugins und Erweiterungen
Unbekannte, langsame und unsichere Plugins(öffnet im neuen Fenster) sollen nicht mehr ohne explizite Zustimmung des Nutzers ausgeführt werden. Nutzer sollen zudem über Erweiterungen informiert werden, die ihren Browser ausbremsen(öffnet im neuen Fenster) .
Darüber hinaus sollen neue Möglichkeiten geschaffen werden, herauszufinden, wann Firefox langsam wirkt(öffnet im neuen Fenster) , das heißt, wann das UI mehr als 50 ms für eine Reaktion benötigt, um solche Probleme besser beseitigen zu können. Auch sollen Animationen in das UI integriert(öffnet im neuen Fenster) werden.
Firefox Mobile
Bei der mobilen Variante steht eine schnellere, per OpenGL beschleunigte Videowiedergabe(öffnet im neuen Fenster) ganz oben auf der Liste. Zudem soll das Compositing in die GPU verlagert(öffnet im neuen Fenster) werden, um für schnelleres Scrollen, Zoomen und Skalieren von Videos zu sorgen. Auch beim Skalieren von Bildern(öffnet im neuen Fenster) soll künftig die GPU genutzt werden, um deren Qualität zu verbessern. Die Unterstützung von WebGL soll auf mehrere Geräte(öffnet im neuen Fenster) ausgedehnt werden.
Für Tablets soll das UI angepasst(öffnet im neuen Fenster) werden und es ist eine bessere Unterstützung von Touch Events geplant(öffnet im neuen Fenster) , die später auch auf Multi-Touch-Events erweitert(öffnet im neuen Fenster) werden soll. Zudem soll Firefox Mobile künftig Adobe Flash und andere Plugins unterstützen(öffnet im neuen Fenster) .
Für mehr Sicherheit sollen URLs serverseitig geprüft(öffnet im neuen Fenster) und der Zugriff auf schadhafte Seiten gesperrt werden. Lokal gespeicherte Daten soll Firefox Mobile künftig verschlüsseln(öffnet im neuen Fenster) .
Firefox Home wandert in die Cloud
Firefox Home soll grundlegend überarbeitet und von einer nativen App in eine webbasierte Lösung umgewandelt(öffnet im neuen Fenster) werden, die Mozilla aus der Cloud zur Verfügung stellen will. Parallel soll die Serverinfrastruktur aufgebaut(öffnet im neuen Fenster) und ein neues Userinterface für Firefox Home(öffnet im neuen Fenster) entwickelt werden. Für iOS soll ein Wrapper(öffnet im neuen Fenster) die webbasierte Software in eine native App umwandeln.
Die Neuerungen werden nach und nach in die kommenden Firefox-Versionen integriert, die künftig in vergleichsweise kurzen Abständen erscheinen werden.



