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Shadows of the Damned
Shadows of the Damned (Bild: Electronic Arts)

Alkohol ist gut für die Gesundheit

Auch sonst haben sich die Macher einiges an Skurrilitäten ausgedacht. Beispielsweise muss Garcia durch gezielte Schüsse bestimmte Ziegenköpfe an der Wand in Brand setzen, um die Finsternis wenigstens ein bisschen zurückzudrängen. Oder er muss kleinen bösen Babygesichtern, die als Türschloss dienen, mit einer betont fiesen Animation eine Erdbeere ins Maul stopfen, damit er weiterkann. Ab und zu versperrt ein Vorhang aus Dämonenschamhaar den Weg, das auf passend makabre Weise aus dem Weg geräumt werden muss. Whisky und anderer hochprozentiger Alkohol dienen als Heilmittel. Die Logik: Was in der echten Welt tötet, bringt in der Hölle die Lebenspunkte zurück.

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Shadows of the Damned

Einen Großteil des Spiels bestreitet Garcia trotz aller Witzeleien in Kämpfen gegen Untote, denen er mit Johnson, einer weiteren Schusswaffe sowie mit Fäusten und Tritten zu Leibe rückt. Die Gefechte finden meist in sehr engen Gängen oder Räumen statt, so dass es gelegentlich etwas unübersichtlich zugeht. Dazu kommen kleine Rätselpassagen, etwa die Suche nach gut versteckten Erdbeeren. Ab und zu muss Garcia in eine Dunkelwelt wechseln, um Schalter zu aktivieren - dann kommen Erinnerungen an Alan Wake oder den Klassiker Legacy of Kain: Soul Reaver hoch.

Das Programm basiert auf der Unreal Engine, reizt die eigentlich ja durchaus leistungsstarke Technologie aber kaum aus. Die Texturen wirken blass, die Umgebungen sind sehr überschaubar, Animationen und Spezialeffekte bis auf wenige Ausnahmen nur Durchschnitt. Trotzdem wirkt das Ganze sehr stimmig in Szene gesetzt. Dazu trägt auch die Musik bei, die einen breiten und gelungenen Mix aus spanischen Gitarrenklängen, viel Hardrock und gelegentlich sogar Jazz bietet.

Shadows of the Damned ist für Playstation 3 und Xbox 360 zu haben, es kostet rund 60 Euro. Die englische Sprachausgabe ist sehr gut, auf Wunsch lassen sich sauber übersetzte deutsche Untertitel einblenden. Das Programm erscheint hierzulande ungeschnitten mit einer USK-Freigabe ab 18 Jahren - was angesichts der Massen an Blut oder Details wie den einzeln abschießbaren Gliedmaßen von Untoten auch in Ordnung geht.

Fazit

Nein, das Massenpublikum kann, wird und will Shadows of the Damned nicht erreichen. Für erwachsene Spieler mit einer Vorliebe für tiefschwarzen Humor ist das Ding allerdings ein kleines Juwel, das ähnlich gelagerte Unterhaltung wie ein gutes B-Movie bietet. Also keine epische Handlung zum Abtauchen, sondern ein locker-flockiger und überraschungsreicher Mix aus viel Action, ein bisschen Knobelei und vielen vorwiegend bizarren sonstigen Ideen. Macht ein paar Stunden lang Spaß, ist dann aber rasch wieder vergessen.

 Test Shadows of the Damned: Mit Humor durch die Hölle

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Nolan ra Sinjaria 28. Jun 2011

ja hab mich auch öfters geärgert, dass ein Spiel durchaus interessant aussieht, aber...

Danse Macabre 27. Jun 2011

Zumindest sieht man recht schnell, dass es sich um ein Konsolen-Game handelt.



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