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Live aus dem Weltraum: Urthecast will von der ISS Videobilder ins Internet streamen

Einen Livestream aus dem Weltraum plant das kanadische Unternehmen Urthecast. Es will zwei Kameras an der Internationalen Raumstation anbringen lassen, die dann Bilder ins Internet streamen.
/ Werner Pluta
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Livebilder rund um die Uhr von der ISS verspricht Urthecast. (Bild: Urthecast)
Livebilder rund um die Uhr von der ISS verspricht Urthecast. Bild: Urthecast

Das kanadische Unternehmen Urthecast(öffnet im neuen Fenster) will künftig einen Livestream von der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) übertragen. Die Videobilder werden zur Erde gefunkt und sollen in HD-Qualität voraussichtlich im Frühjahr 2012 über das Internet abrufbar sein.

Zwei Kameras

Zwei Kameras wird Urthecast zur ISS bringen. Sie sollen am russischen Modul der Raumstation angebracht werden. Eine entsprechende Vereinbarung haben die Kanadier mit dem russischen Weltraumunternehmen RKK Energija getroffen. Das zu der Weltraumagentur Roskosmos gehörende RKK Energija soll die Kameras im Herbst zur ISS transportieren, sie anbringen und den Betrieb übernehmen.

Urthecast plant Livestream von der ISS
Urthecast plant Livestream von der ISS (02:30)

Die Kameras werden von den britischen Rutherford Appleton Laboratories (RAL) gebaut, die zum Science and Technology Facilities Council (STFC) gehören. Das STFC ist eine Regierungsorganisation, die unter anderem Forschung im Bereich Weltraumforschung fördert. Eine Kamera wird dreifarbige Bilder in einer mittleren Auflösung liefern. Sie erfasst einen 45 Kilometern breiten Streifen auf der Erdoberfläche. Die Auflösung beträgt 5,5 Meter. Die zweite, hochauflösende Kamera liefert 3,5 Bilder pro Sekunde und hat eine Auflösung von etwa einem Meter.

Suchen und Zoomen

Die Kameras sollen rund um die Uhr Bilder von der Erde aufnehmen. Die Bilder werden zu Bodenstationen gefunkt und ins Internet gestreamt. Die Nutzer sollen aber auch die Möglichkeit bekommen, mit den Bildern zu interagieren: Sie sollen beispielsweise Ereignisse oder Orte auf der Erde markieren können, nach denen andere ihrerseits suchen können – in etwa so, wie das auch bei Google Earth möglich ist. Außerdem sollen sie in die Bilder hineinzoomen, im Stream vor- oder zurückspulen oder den Kamerawinkel virtuell verändern können.

Urthecast will das Projekt am 28. Juni 2011 offiziell in seiner Heimatstadt Calgary in der westkanadischen Provinz Alberta vorstellen. Zu der Veranstaltung wird der Nasa-Astronaut Dave Williams erwartet.


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