Archos G9: Dual-Core-Tablets mit abnehmbarem Modem und Android 3.1

Von Archos gibt es zwei neue Tablets, die auf Android 3.1 setzen. Die G9-Serie gibt es als Archos 80 G9 mit 8-Zoll-Display und als Archos 101 G9 mit 10-Zoll-Display. Die Auflösung liegt beim kleinen Gerät bei 1.024 x 768 Pixeln. 1.280 x 800 Pixel, bisher die übliche Auflösung bei Android-3-Tablets, gibt es nur beim 10-Zoll-Modell.

Zu der Displaytechnik nur wenige Daten. Die Archos-Tablets sollen blickwinkelstabile und kapazitiv arbeitende Displays verwenden.
Archos verbaut als Hauptprozessor einen OMAP4 (ARM Cortex A9) mit zwei Kernen, die jeweils mit 1,5 GHz getaktet sind. Für die Grafik ist eine Neon genannte Grafikeinheit des Prozessors zuständig. Es handelt sich damit vermutlich um den OMAP4460.





Eine vielseitige Unterstützung von Codecs soll die meisten Videoformate abspielbar machen, darunter auch HD-Videoformate. Archos verspricht zumindest, dass in der Regel Videos nicht fürs Tablet konvertiert werden müssen(öffnet im neuen Fenster) .
3G-Modem zum Versenken
Deutlich unterscheiden sich die G9-Tablets von der Konkurrenz in der Art und Weise, wie das optionale Mobilfunkmodem integriert wird. Das lässt sich zum einen sehr leicht einbauen und kann zum anderen auch in vielen anderen Geräten verwendet werden. Bei dem 3G-Stick handelt es sich eigentlich um einen USB-Stick. Die G9-Tablets haben aber einen Schacht, in den der Stick eingesteckt werden kann, ohne dass er herausguckt. Da eine Seite des Sticks nicht verdeckt wird, sondern wie ein Teil des Gehäuses aussieht, dürfte es auch keine Empfangsprobleme geben.
3G-Stick lässt sich an Notebooks anstecken
Wer den Stick gerade nicht im Tablet braucht, der kann ihn mitnehmen und etwa an einem Notebook verwenden. Laut Archos sind auf dem 3G-Stick Treiber für Windows und Mac OS X vorinstalliert. Archos plant einen Preis von 50 Euro für den 3G-Stick. Eine SIM-Karte soll optional beiliegen, die einen Testzugang beinhaltet. Net- oder SIM-Lock gibt es beim Stick nicht, es lassen sich also auch andere SIM-Karten verwenden.
Das Archos 80 G9 und 101 G9 kommunizieren hauptsächlich drahtlos. Neben dem optionalen 3G-Stick gibt es Single-Band-WLAN und Blutooth 2.1+EDR. Für die Verbindung mit einem Fernseher gibt es einen Mini-HDMI-Ausgang.
Unterschiedliche Speichertechniken
Bei Archos hat der Anwender häufig die Option, ein Tablet mit einer Festplatte zu bekommen. Die ist zwar langsamer und das Gehäuse wird dicker, dafür gibt es aber auch mehr Speicherkapazität. Beim G9 bedeutet das, dass der Anwender für 3 mm mehr Gehäusedicke 250 statt 16 GByte Speicher bekommt.





Laut technischem Datenblatt(öffnet im neuen Fenster) haben die Tablets als Erweiterungsmöglichkeit einen Micro-SDHC-Slot. Die 16 GByte der Flashvariante können also maximal auf 48 GByte vergrößert werden. Über den USB-Anschluss lässt sich ebenfalls Speicher anschließen.
Das Gewicht unterscheidet sich deutlich bei den Tablets. Das 8-Zoll-Gerät wiegt mit Flashspeicher 465 Gramm und mit der Festplatte fast 600 Gramm. Die 10-Zoll-Variante kommt auf 649 beziehungsweise 755 Gramm.
Archos will die Tablets zu einem Preis ab rund 250 Euro anbieten. Dafür gibt es das 8-Zoll-Gerät Archos 80 G9 mit einer Auflösung von 1.024 x 768 Pixeln. Das 10-Zoll-Tablet Archos 101 G9 kostet rund 300 Euro. Es handelt sich dabei jeweils um die Flash-Varianten. Die Preise für die Festplattentablets stehen noch nicht fest.
Ende September 2011 sollen die Tablets im Handel verfügbar sein. Archos plant, die neue Serie auf der IFA 2011 in Berlin zu zeigen.
Nachtrag vom 27. Juni 2011, 12:35 Uhr
Wie Archos soeben mitteilte, werden die neuen G9-Tablets mit einem kapazitiv arbeitenden Touchscreen ausgeliefert. Der Text wurde entsprechend angepasst.