Abfotografieren: Kreditkarten akzeptieren mit dem Smartphone

Bei der Lösung von Card.io muss kein Kartenleser an das iPhone gesteckt werden. Stattdessen fotografiert der Ladeninhaber die Kreditkarte des Kunden mit der eingebauten Kamera. Eine optische Zeichenerkennung extrahiert die wichtigen Daten wie Name, Kreditkartennummer und Gültigkeitsdatum.

Damit die Aufnahme und vor allem die Zeichenerkennung gelingen, wird im Display eine Zielmarkierung auf das Livebild der Kamera eingeblendet, wie es auch bei Barcodescannern für mobile Geräte üblich ist.
Card.io(öffnet im neuen Fenster) hat ein SDK (Software Developement Kit) für Entwickler zur Verfügung gestellt, damit sie ihre Anwendungen mit der Kartenlesesoftware ausstatten können. Die erfassten Daten können dann von den Anwendungen weiterverarbeitet werden.
Eine spezielle Hardware oder das mühselige Eintippen der Kartendetails entfällt mit der von außen betrachtet einfachen Lösung von Card.io. Die Daten werden von der Anwendung auf dem iPhone verschlüsselt und nicht an den SDK-Anbieter übermittelt. Der Entwickler ist durch das SDK nicht auf einen speziellen Kreditkartenzahlungsdienstleister festgelegt, betonte Card.io.
Ein SDK(öffnet im neuen Fenster) für Android soll laut Card.io bald folgen. Die Benutzung des SDKs kostet pro Scan 15 US-Cent – rund 11 Eurocent. Zum Testen der eigenen Anwendung erhält der Entwickler ein Guthaben von 30 US-Dollar für Scanversuche. Eine Mindestvertragslaufzeit ist nicht vorgesehen.