Projekt Haswell: Intels übernächste CPU soll viel paralleler arbeiten
In einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) sowie einem ausführlichen Programmierleitfaden ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) weist Intel schon über ein Jahr vor der geplanten Markteinführung der Architektur Haswell auf deren Befehlssatzerweiterung AVX2 hin. AVX steht für "advanced vector extensions", die erste Version ist seit Januar 2011 mit den Sandy-Bridge-CPUs verfügbar.
Die größte Neuerung bei AVX gegenüber den früheren SSE-Versionen war die Verbreiterung der Register von 128 auf 256 Bit. Die Prozessoren können nun also bei SIMD-Verarbeitung mehr Daten parallel behandeln. Für AVX2 wird eine weitere Verdopplung auf 512 Bit erwartet, was Intel aber noch nicht bestätigt hat.
Dafür hat der Chiphersteller nun aber erklärt, dass auch die Integer-Datentypen mit AVX2 256 Bit breit sein dürfen. Zusätzlich gibt es für Gleitkommaoperationen Dutzende neue Befehle, die unter anderem auch für die Parallelisierung von kleinen Schleifen sorgen können.
Seinen Blogeintrag hat Intel offenbar kürzlich geändert. Laut Cnet fand(öffnet im neuen Fenster) sich darin auch Absatz, der auf Einsatzbereiche wie wissenschaftlich-technisches Computing, Kryptographie, Bildverarbeitung und Spiele hinwies. In diesen Gebieten erzielen vor allem Nvidias GPUs derzeit Erfolge, auch in Supercomputern.
Dass Intel schon jetzt die Werbetrommel für AVX2 und damit Haswell rührt, liegt an der langsamen Umsetzung von Befehlssatzerweiterungen durch die Programmierer. Auch die Eigenschaften von AVX wurden bereits 2009 ausführlich beschrieben, obwohl die CPUs dafür erst anderthalb Jahre später auf den Markt kamen.
Haswell ist Intels nächste große Überarbeitung der x86-Architektur, die letzte fand mit der Integration einer GPU bei Sandy Bridge statt. Der nächste Schritt ist dessen Schrumpfung von 32 auf 22 Nanometer, die Anfang 2012 mit Ivy Bridge erfolgen soll. Laut Intels Roadmap ist danach 2012 Haswell vorgesehen.



