Stürzende Linien

Apple-Patentantrag für iPhone-Kamera mit Bildkorrektur

Apple hat in den USA einen Patentantrag eingereicht, der eine Software für iOS beschreibt, die einen bei Architekturaufnahmen störenden Effekt ausgleichen soll. Stürzende Linien werden damit beseitigt und leicht schräge Bilder in die richtige Lage gedreht.

Artikel veröffentlicht am ,
Bildeffekt stürzende Linien - Hotel Aguere, La Laguna, Teneriffa
Bildeffekt stürzende Linien - Hotel Aguere, La Laguna, Teneriffa (Bild: Andreas Donath)

Der Patentantrag beschreibt eine Funktion in der Kamera-App, mit der automatisch erkannt werden soll, wenn in einem Foto stürzende Linien auftauchen. Der Effekt soll dann ausgeglichen werden.

  • Apples Patentantrag 20110149094 zur Softwarekorrektur stürzender Linien (Bild: Apple/US-Patentamt)
  • Apples Patentantrag 20110149094 zur Softwarekorrektur schräg aufgenommener Fotos (Bild: Apple/US-Patentamt)
Apples Patentantrag 20110149094 zur Softwarekorrektur stürzender Linien (Bild: Apple/US-Patentamt)
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Der Effekt stürzender Linien entsteht, weil die Objekt- und Projektionsfläche nicht parallel zueinander angeordnet sind. Besonders bei hohen Gebäuden und niedrigen Aufnahmestandorten tritt der Effekt auf. Zwar gibt es für Spiegelreflexkameras auch sogenannte Tilt-Shift-Objektive, mit denen die Parallele hergestellt werden kann, doch sind diese teuer und nur bei Kameras mit Wechseloptiken einsetzbar.

Die beschriebene iPhone-Software analysiert die aufgenommenen Bilder und sucht dabei nach geraden Linienstücken und Kanten vertikaler Richtung. Diese praktisch bei allen Architekturaufnahmen anzutreffenden Bereiche versucht die Software so anzuordnen, dass möglichst viele davon parallel verlaufen.

So können auch leicht schräg aufgenommene Bilder automatisch korrigiert werden - dann werden die im ersten Schritt parallel zueinander angeordneten Bildinhalte auch noch zu den Bildrändern parallel ausgerichtet.

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Diese Technik benutzt auch die Windows-Software ShiftN, die Architekturaufnahmen ebenfalls von stürzenden Linien bereinigt. Sie kann jedoch darüber hinaus Verzeichnungen beseitigen, die aufgrund der Objektive mehr oder minder stark entstehen.

Apple hat den Antrag 20110149094 schon Ende Dezember 2009 eingereicht. Er wurde am 23. Juni 2011 veröffentlicht. Apples Patente und Patentanträge müssen wie üblich nicht in konkreten Produkten münden. Viele wurden bisher eingereicht und erteilt, ohne genutzt zu werden.

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brusch 09. Jul 2011

Dass irgendwas irgendwo integriert wird, sollte aber wirklich kein Patent wert sein...

brusch 09. Jul 2011

Lächerlich - dann passt es ja zu Äbbl. Nur ein weiterer Grund für mich, diese Produkte zu...

DASPRiD 24. Jun 2011

Sachen patentiert, die sie noch gar nicht richtig erfunden haben (blos grobe...

ad (Golem.de) 24. Jun 2011

Ja. Der Ausschalter für die Korrekturfunktion ;) Mit freundlichen Grüßen ad (Golem.de)



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