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Test Zelda Ocarina of Time 3D: Spiel's noch einmal, Link!

1998 eine Revolution, 2011 ein Remake – Nintendo bringt mit Zelda: Ocarina of Time 3D seinen Klassiker neu auf das Nintendo 3DS . Wie sehr das erste dreidimensionale Abenteuer von Link von der autostereoskopischen Grafik des Handhelds profitiert, zeigt der Test.
/ Michael Wieczorek
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The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D (Bild: Nintendo)
The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D Bild: Nintendo

Als Ocarina of Time 1998 auf dem Nintendo 64 erschien, revolutionierte es virtuelle 3D-Abenteuer in puncto Umfang, Steuerung und Dungeon-Design. Bis heute hält das Actionadventure auf zahlreichen Hitlisten(öffnet im neuen Fenster) den ersten Platz und wird von Fans in Foren bis aufs Blut gegen jede Kritik verteidigt(öffnet im neuen Fenster) . Mit Zelda: Ocarina of Time 3D bringt Nintendo den Klassiker neu auf das Nintendo 3DS.

The Legend of Zelda Ocarina of Time 3D – Trailer (Gameplay)
The Legend of Zelda Ocarina of Time 3D – Trailer (Gameplay) (01:17)

Mit seiner grünen Zipfelmütze wirbelt Link in Ocarina of Time als kleiner Junge durch drei und als erwachsener Held durch fünf weitere Dungeons, um Bösewicht Ganondorf zu besiegen. Neben der Hauptgeschichte können Spieler stundenlang auch Nebenaufgaben lösen, fischen oder stärkere Items suchen. Das Erfolgsrezept von Ocarina of Time 3D unterscheidet sich also nicht grundlegend von den neueren Teilen der Videospielreihe.

Das optisch aufgehübschte Remake nutzt ein paar moderne Features von Nintendos aktuellem Handheld. Beispielsweise können sich Spieler dank des Bewegungssensors frei umsehen, indem sie das Handheld neigen und so auch Pfeil und Bogen oder die Zwille nutzen. Für Spieler, die sowieso ohne Stereo-3D-Effekt spielen, ist das äußerst nützlich und funktioniert erstklassig. Außerdem wurden Inventar, Lebensanzeige und Weltkarte auf den unteren 2D-Bildschirm versetzt. So können Spieler auf dem autostereoskopischen 3D-Display frei von allen Anzeigen dem Spielgeschehen folgen. Der Touchscreen ermöglicht es zudem, viel mehr Items als früher gleichzeitig komfortabel zu verwalten.

Am Handlungs- und Spielverlauf oder den Charakteren wurde nichts verändert, während die Grafik von Grund auf erneuert wurde. Held Link, sein Pferd Epona, die Goronen und alle anderen Lebewesen haben in der 3DS-Fassung von Ocarina of Time deutlich mehr Polygone. Die Texturen sind viel schärfer als im Original und auch die Animationen laufen flüssiger ab.

Besonders viel Mühe haben sich Nintendo und Co-Entwickler Grezzo bei den Spezialeffekten gegeben. Auf den Ebenen der Spielwelt Hyrule wachsen kleine Grasbüschel, Bäume wirken organischer und Feenquellen oder die Kathedrale der Zeit sind gefüllt mit Lichtstrahlen sowie Partikeleffekten. Obwohl die Auflösung von Ocarina of Time auf dem 3DS mit 400 x 240 Pixeln im 2D-Modus nur geringfügig höher ist als im Original, das in 320 x 240 Pixeln berechnet wurde, sieht das Remake dennoch viel schärfer und kleinteiliger aus.

Das beste autostereoskopische 3D und Fazit

Noch schärfer wirkt die Grafik im 3D-Modus, wenn die Auflösung auf 800 x 240 Pixel erhöht wird. Das autostereoskopische 3D kommt in keinem 3DS-Spiel so gut rüber wie in Ocarina of Time 3D – mit dem 3D-Slider auf Maximum. Die gleiche Einstellung verursachte während unseres 3-DS-Hardwaretests mit Pilotwings Ressort schnell Kopfschmerzen.

Die 3D-Welt wirkt sehr plastisch, weil alle zweidimensionalen Tapeten, die für weit entfernte Areale auf dem N64 genutzt wurden, durch dreidimensionale ausgetauscht wurden. Besonders positiv fällt das auf dem Marktplatz vor dem Schloss oder in Kakariko auf.

Neben dem klassischen Abenteuer können Spieler noch eine schwierigere Version des Hauptspiels, die Master Quest, angehen. In dieser Version sind die Gegenstände besser versteckt, die Welt gespiegelt und Monster stärker. Nintendo hat zudem ein Hilfssystem eingebaut, das Spielern bei besonders kniffligen Rätseln unter die Arme greift, wenn sie nicht weiterkommen.

The Legend of Zelda: Ocarina of Time 3D ist für rund 45 Euro erhältlich. Die USK hat das 3DS-Spiel ab sechs Jahren freigegeben.

Fazit

Qualitativ gesehen ist Ocarina of Time 3D das momentan beste Programm für Nintendos 3DS – technisch und spielerisch. In keinem anderen Titel ist der 3D-Effekt überzeugender, der Spielverlauf motivierender. Auch die anderen Besonderheiten des 3DS, wie die zwei Bildschirme oder der Bewegungssensor, werden intelligent genutzt. Spieler, die Links erstes 3D-Abenteuer bisher noch nicht gespielt haben, finden keine portable Alternative zu diesem Epos und sollten zugreifen.

Wer sich dagegen noch gut an den Klassiker erinnert, findet in Ocarina 3D trotz der grafischen Verbesserungen wenig Gründe, das Abenteuer erneut zu bestreiten, und ist mit einem anderen Zelda-Abenteuer, sei es auch zweidimensional, besser beraten.


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