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Ein Bluff: iSharegossip-Hacker geben Entwarnung

Die Drohung, die persönlichen Daten der iSharegossip-Macher zu veröffentlichen, war ein Bluff. Das hat die Gruppe 23timesPi jetzt eingestanden. Angeblich wurden alle Daten der Polizei übergeben.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Achim Sawall
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Bild: iSharegossip

Die mutmaßlichen Hacker der Mobbingplattform iSharegossip haben erklärt, keine persönlichen Daten der Betreiber zu besitzen. Das geht aus einer E-Mail von 23timesPi an Golem.de hervor. Am 14. Juni 2011 hatten Hacker der Gruppe 23timesPi die Seite offenbar übernommen. Sie forderten Administratoren, Organisatoren und Moderatoren der Mobbingplattform auf, sich der Polizei zu stellen, andernfalls würden die gehackten Daten veröffentlicht.

Ob es sich bei der Aktion wirklich um Hacker oder nur um eine Werbeaktion von iSharegossip handelt, ist unklar.

"Die .com-Domain ist nicht mehr in unseren Händen - es war ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis der Hoster unseren Zugang blockiert. Der Besitz von persönlichen Daten war größtenteils ein Bluff oder zumindest eine Übertreibung, um die Betreiber einzuschüchtern" , erklärte 23timesPi. Die Gruppe besitze zwar "reichlich Daten" , diese reichten aber sehr wahrscheinlich nicht aus, um an die Betreiber heranzukommen. "Alle Daten, die wir besitzen, wurden der Polizei übergeben und werden unter keinen Umständen öffentlich gemacht."

Durch das Domain-Hijacking konnten aber eine ganze Woche lang Verleumdung und Lästereien unterbunden werden, was in den Augen der Hacker die Aktion legitimierte. Eine Woche Downtime sei ein kleiner Erfolg.

ISharegossip.com ist weiterhin nicht erreichbar. Auf iSharegossip.net(öffnet im neuen Fenster) lassen die Betreiber weiterhin abstimmen, ob sie sich der Polizei stellen sollen. Dabei verdienen sie weiter an Werbeeinblendungen.

Nachtrag vom 23. Juni 2011, 8:27 Uhr

Eine Anfrage von Golem.de, welcher Polizei die gehackten Daten übergeben wurden, beantwortete die Hackergruppe nicht.


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