Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Microsoft und Dell: Übernahmegerüchte um RIM

Ein Investmentbanker rät Microsoft, den Blackberry-Hersteller Research In Motion zu kaufen. Das Unternehmen hat massiv an Börsenwert verloren.
/ Achim Sawall
28 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
RIM-Co-Chef Mike Lazaridis im September 2010 in Kalifornien (Bild: Reuters/Robert Galbraith)
RIM-Co-Chef Mike Lazaridis im September 2010 in Kalifornien Bild: Reuters/Robert Galbraith

Research In Motion hat dramatisch an Börsenwert verloren und könnte von Microsoft oder Dell übernommen werden. Das erklärte die kanadische Bank BMO Harris Private Banking der Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) . Der Blackberry-Hersteller hatte einst einen Börsenwert von 83 Milliarden US-Dollar, büßte in den vergangenen drei Jahren durch Konkurrenzdruck von Apples iPhone und Smartphones mit Googles Android über 80 Prozent ein.

Selbst wenn Käufer einen 50-prozentigen Aufschlag auf den letzten Börsenkurs von RIM zahlen würden, bekämen sie den Hersteller zu einem Preis, der unter dem liege, was andere Mobilfunkgerätehersteller gemessen an den Einnahmen wert sind. Research In Motion hatte gestern einen Börsenwert von 13,6 Milliarden US-Dollar.

Die Firma mit Sitz im kanadischen Waterloo gab in der vergangenen Woche eine Umsatzwarnung für das laufende Quartal ab. Das wäre der erste Umsatzrückgang für Research In Motion seit neun Jahren.

Laut BMO Harris bekäme ein Käufer einen Hersteller, der weiterhin führend bei Endgeräten für Geschäftskunden ist und mit seinen E-Mail-Servern weiterhin ein relativ hohes Sicherheitsniveau biete. "RIM hat einen bedeutenden Marktanteil in den USA und international und RIM ist eine Kultmarke" , sagte Paul Taylor, Chief Investment Officer bei BMO Harris in Toronto zu Bloomberg. Weitere Investmentbanker und Analysten halten eine Übernahme für möglich(öffnet im neuen Fenster) .

Research In Motion hat zudem Entlassungen intern angekündigt, was darauf hindeuten könnte, dass sich die Firma auf eine Übernahme vorbereitet. So sollen am Hauptsitz in Waterloo bereits 200 Mitarbeiter die Kündigung erhalten haben. Das Unternehmen hat weltweit 17.500 Beschäftigte.


Relevante Themen