Gnome Foundation

Karen Sandler übernimmt Geschäftsführung

Die Rechtsanwältin Karen Sandler übernimmt als Executive Director die Geschäftsführung der Gnome Foundation. Sandler ist davon überzeugt, dass sich Gnome 3 vor allem auf mobilen Geräten, aber auch auf Computern durchsetzen wird.

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Karen Sandler auf dem European Open Source & Free Software Law Event 2009
Karen Sandler auf dem European Open Source & Free Software Law Event 2009 (Bild: Teemu Mäntynen/CC BY-SA 2.0)

Karen Sandler ist die neue Geschäftsführerin der Gnome Foundation. Sie tritt die Nachfolge von Stormy Peters an, die vor acht Monaten zur Mozilla Foundation wechselte. Sie übernimmt damit als Executive Director die Leitung der Stiftung und wird sich künftig nicht nur als Sprecherin betätigen, sondern auch als Ansprechpartnerin für die Gnome-Mitglieder sowie als Organisatorin und Koordinatorin. Ihre erste Aufgabe sei es, sich umzuhören und herauszufinden, was die Gnome-Mitglieder von ihr erwarteten, sagte Sandler in einem Interview mit Joe Brockmeier für LWN.net.

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Die gelernte Rechtsanwältin hatte zuvor als Partnerin in den Anwaltskanzleien Gibson, Dunn & Crutcher LLP in New York sowie Clifford Chance in New York und London gearbeitet. Danach wechselte sie zum Software Freedom Law Center. Ihre Aufgaben würden sich kaum ändern, sagte Sandler, nur dass sie die Gnome Foundation statt Klienten vertreten werde.

Sandler ist davon überzeugt, dass Gnome 3 künftig auch kritische Benutzer überzeugen wird, das sei nur eine Frage der Zeit. Wenn Anwender den umstrittenen neuen Desktop in den großen Distributionen wie Fedora und Opensuse ausprobieren können, werden auch diejenigen, die noch die alte Version bevorzugen, zu Gnome 3 wechseln. Das für September 2011 geplante Gnome 3.2 soll auch zahlreiche Werkzeuge mitbringen, die die Entwicklung von Anwendungen erleichtern und damit Schwung in die Verbreitung von Gnome 3 bringen sollen.

Die neuen Gnome-Technologien seien vor allem für den Einsatz auf mobilen Geräten optimiert worden und einige Anbieter verwendeten bereits einige davon, wenn auch noch nicht den Desktop. Sie wolle sich aber dafür einsetzen, dass Gnome auch weiterhin für den Einsatz auf Rechnern entwickelt werde. Das sei immerhin noch das größte Einsatzgebiet, was manche Leute immer wieder vergessen, sagte Sandler.

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Auf dem bevorstehenden Desktop-Summit will Sandler aber auch Konflikte beseitigen, etwa den seit längerem währenden Streit mit Mark Shuttleworth und seiner Firma Canonical, die auch als Sponsor der Veranstaltung auftritt. Das Treffen findet Mitte August 2011 in Berlin statt. Canonical hatte unter anderem wegen zahlreicher Terminverschiebungen und Streitigkeiten mit den Gnome-Entwicklern den eigenen Desktop Unity für Ubuntu entwickelt, der allerdings ebenso umstritten ist wie Gnome 3.

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