Lulzsec Lookup: Widget überprüft E-Mail-Adressen auf Kompromittierung

" Has Lulzsec leaked your personal details?(öffnet im neuen Fenster) " – diese Frage soll das von Unbekannten entwickelte Widget Lulzsec Lookup beantworten, das sich auch in die eigene Webseite einbinden lässt. Es berücksichtigt dabei laut The Next Web(öffnet im neuen Fenster) alle bisher von Lulzsec veröffentlichten Listen mit persönlichen Daten, etwa aus den Hacks von Sony-Webseiten , von verschiedenen Foren von Spielewebseiten oder auch die gestern veröffentlichten – und vermutlich von Writerspace.com <http://Writerspace.com/> und weiteren Lulzsec-Hacks stammenden – 62.000 E-Mail-Adressen mit zugehörigen Passwörtern . Damit soll das Widget sinnvoller sein als bisherige Dienste.
Der Nutzer muss nur eine E-Mail-Adresse eingeben und bekommt dann alles angezeigt, was Lulzsec dazu veröffentlicht hat – beispielsweise Passwörter, Name, Adresse, Telefonnummer. Ist zu einer E-Mail-Adresse nichts zu finden, heißt es nur "Your details have NOT been leaked". Wer betroffen ist, sollte sofort seine Passwörter ändern und seine Accounts auf Betrugsversuche überprüfen. Ob er das Tool benutzen will, sollte jeder selbst abwägen – im schlimmsten Fall werden die E-Mail-Adressen gesammelt und weitergegeben. Eine Alternative, die vertrauenswürdiger ist und keine Daten sammelt, aber nur die etwa 62.000 Accountdaten berücksichtigt, bietet das IT-Blog Gizmodo(öffnet im neuen Fenster) .
Lulzsecs Angriffe richten sich nicht nur gegen Firmen, sondern auch gegen Privatpersonen. Auf dem Lulzsec-Twitter-Feed brüsten sich Sympathisanten beispielsweise damit, Zwist unter Paaren zu säen(öffnet im neuen Fenster) , Paypal-Accounts auszuräumen(öffnet im neuen Fenster) , in fremden Facebook- und Twitter-Accounts Beleidigungen zu posten und in Amazon-Accounts anderer(öffnet im neuen Fenster) einzudringen. Lulzsec ist damit in Hackerkreisen längst zum Ärgernis geworden – auch bei der Gruppierung Anonymous regt sich nach Informationen von Golem.de der Unmut.
Nachtrag vom 17. Juni 2011, 15:23 Uhr
Zu den Urhebern des Widgets ist nur wenig bekannt. Ein Leser namens "Zee" hatte The Next Web darauf hingewiesen, ist auch in deren Kommentaren zugegen und leitet Supportanfragen an die Entwickler weiter. In einem Beitrag von Zee heißt es: "Wir haben versprochen, nicht zu sagen, wer es entwickelt hat, aber können hundertprozentig versichern, dass es nicht Lulzsec war und dass kein E-Mail-Sammeln stattfindet."



