Lucius: Der Spieler als sechsjähriger Satansbraten

"Ehrlich, es war ein Unfall" : Auf diese Aussage sollen sich alle Mordaufträge in Lucius zurückführen lassen. In dem Horroradventure für Windows-PC steuert der Spieler einen sechsjährigen Jungen, der eigentlich ganz brav wirkt. Trotzdem muss er nach und nach seine Familie und eine Reihe von Hausangestellten umbringen, weil der Vater die Seele seines Sohnes für sehr viel Geld an den Teufel verhökert hat. Die Bluttaten müssen wie Unglücke oder Selbstmorde wirken, damit der Satansbraten nicht vorzeitig auffliegt.

Das Ganze soll sich trotz ein paar Actionelementen wie ein klassisches Adventure inklusive Inventar und kombinierbarer Gegenstände steuern; besonders viel spielerische Freiheit ist genretypisch nicht vorgesehen. Beispielsweise soll Lucius eine Person in den Freitod schicken, indem er durch geschickt präparierte Fotos vortäuscht, dass dessen geliebter Partner eine Affäre hat. Außerdem verfügt der Junge über langsam wachsende übernatürliche Kräfte und kann seine Opfer etwa zusätzlich verwirren.




Das Spiel ist vollständig im Wohnhaus mitsamt Gartenanlagen von Lucius angesiedelt, die Grafik macht einen anständigen Eindruck. Nach derzeitiger Planung soll das Programm von Shiver Games(öffnet im neuen Fenster) aus der finnischen Hauptstadt Helsinki gegen Ende 2011 erscheinen. Ob es – Stichwort Jugendschutz – auch hierzulande auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt.