iBooks: US-Verlag verklagt Apple wegen Markenrechtsverletzung

Der New Yorker Verlag John T. Colby hat Apple wegen einer Markenrechtsverletzung verklagt, berichtet der US-Branchendienst Cnet(öffnet im neuen Fenster) . Der Verlag wirft Apple vor, unrechtmäßig den Begriff iBooks für E-Books zu nutzen, und verlangt Schadensersatz.
1999 hatte der US-Autor und -Verleger Byron Preiss die Marke iBooks eingeführt. Er veröffentlichte über 1.000 Bücher unter dieser Marke. Nach Preiss' Tod im Jahr 2005 mussten seine Unternehmen Byron Preiss Visual Publications und iBooks Konkurs anmelden. Preiss hatte als einer der ersten überhaupt elektronische Bücher angeboten.
Colby kaufte nach eigenen Angaben 2006 und 2007 Konkursmasse von Preiss' Unternehmen und damit auch die Marke iBooks. Wenn Apple die elektronische Bibliothek, die über iPad und iPhone genutzt werden kann, als iBooks bezeichne, entwerte das die Markennamen iBooks und iPicturebooks des Verlages.
Apple hat selbst die Marke iBook und iBooks schützen lassen, was Colby auch anerkennt. Dieser Markenname beziehe sich jedoch auf die zwischen 1999 und 2006 verkauften Laptops. Er sei aber nicht für E-Books oder eine Methode zur Auslieferung derselben gedacht gewesen. In diesem Zusammenhang habe Apple den Begriff erst 2010 mit der Vorstellung des iPads genutzt.
Apple hat beim US-Patentamt, dem US Trademark and Patent Office (USPTO), die Marke iBooks(öffnet im neuen Fenster) unter anderem für "Software zum Lesen elektronischer Publikationen auf digitalen elektronischen Geräten" registriert. Die Markenregistrierung für Preiss' iBooks hingegen vom USPTO wird als nicht mehr gültig(öffnet im neuen Fenster) geführt.
In der vergangenen Woche war Apple schon einmal wegen einer i-Markenrechtsverletzung verklagt worden: Das US-Unternehmen iCloud Communications verlangt von Apple, das Cloud-Computing-Angebot iCloud umzubenennen.