Klage

HP will Itanium-Unterstützung von Oracle erzwingen

HP hat Oracle wegen dessen Abkehr von Intels Itanium-Plattform verklagt. Oracle wehrt sich in einer Pressemitteilung und kündigt an, vor Gericht zu beweisen, dass HP und Intel ihre Kunden über die Zukunft von Itanium belügen.

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Intels aktuelle Itanium-Generation Tukwila
Intels aktuelle Itanium-Generation Tukwila (Bild: Intel)

Im März 2011 kündigte Oracle an, seine gesamte Softwareentwicklung für Intels Itanium-Plattform einzustellen. Intels Itanium-Prozessor stehe vor dem Aus, hieß es zur Begründung. Zuvor hatte Oracle Sun samt dessen Servergeschäft übernommen und war damit zu einem Konkurrenten von HP geworden.

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Für HP, den größten Anbieter von Itanium-Servern, ist das ein Problem, und so reagiert das Unternehmen noch vor Intel auf Oracles Ankündigung und warf Oracle kundenfeindliches Verhalten vor. Oracle versuche mit der Abkehr von Itanium, sein schwächelndes Geschäft mit Sun-Servern zu stärken, wetterte HP damals.

Oracle wies schon damals die Vorwürfe von HP zurück und warf HP im Gegenzug vor, seine Kunden über die Zukunft der Itanium-Plattform zu täuschen: HP wisse, dass sich Intel auf seine x86-Plattform konzentriere und plane, die Itanium-Prozessoren durch x86-Chips zu ersetzen, halte diese Information aber wissentlich zurück.

Nun zieht HP vor Gericht und wirft unter anderem Oracle vor, sich nicht an seine Zusagen für eine langfristige Itanium-Unterstützung zu halten. Zudem versuche Oracle, Kunden mit unfairen Mitteln zum schnellen Umstieg auf Sun-Server zu bewegen, indem es nicht einmal wie angekündigt Bugfixes für bestehende Itanium-Systeme zur Verfügung stelle. So habe Oracle gegenüber Kunden angekündigt, dass für einige Fehler keine Korrekturen angeboten werden. Abhilfe schaffe die nächste Version von Oracles Software. Und diese kommende Version soll nicht mehr für Itanium angeboten werden, obwohl Oracle und HP bereits seit längerem an der Portierung von Oracle 12g auf Itanium arbeiten. Zudem habe Oracle die Lizenzkosten für Itanium-Systeme verdoppelt.

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Oracle nennt die Klage schlichtweg boshaft und unbegründet und reagiert mit einem Gegenangriff: Oracle weist HPs Darstellung zurück, dass es einen Vertrag mit HP gebe, in dem eine langfristige Unterstützung der Itanium-Plattform geregelt sei. Entsprechende Passagen seien aus dem Vertrag schon in frühen Entwürfen gestrichen worden.

Zudem weist Oracle darauf hin, dass HP erst im September 2010 mit einer entsprechenden Bitte an Oracle herangetreten sei und wirft HP vor, schon damals gewusst zu haben, dass Intel plant, seine Itanium-Plattform einzustellen. Oracle habe von diesen Plänen erst sechs Monate später erfahren und entsprechend reagiert.

Man wisse, das HPs Führung Kenntnis von Intels Plänen hat, Itanium einzustellen und habe wider besseres Wissen seinen Kunden versichert, es gebe keine Pläne zur Einstellung von Itanium. Oracle will Intels Pläne nun im Rahmen des Prozesses aufdecken, denn auch Intel versichert öffentlich, ein Ende von Itanium sei nicht geplant.

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