Abo
  • Services:

Wettbewerb

Mark Shuttleworth fordet mehr Firmen im Floss-Umfeld

Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth plädiert in seinem Blog für eine Stärkung von Unternehmen und unabhängigen Projekten in der Open-Source-Welt. Das soll den Wettbewerb fördern und für mehr Innovationen sorgen.

Artikel veröffentlicht am ,
Mark Shuttleworth
Mark Shuttleworth (Bild: foobarbaz/Flicker.com CC-BY 2.0)

Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth beklagt die ungleiche Machtverteilung im Open-Source-Bereich. Durch die Konzentration der Macht auf die Distributionen würden Innovationen gehemmt, da Wettbewerb fehle, schreibt er in einem Blogeintrag. Als Ausweg fordert er die Stärkung von Upstream-Projekten.

Stellenmarkt
  1. Faktor Zehn GmbH, Köln, München, Nürnberg, Düsseldorf, Hannover
  2. Bosch Gruppe, Stuttgart-Feuerbach

Ein Ungleichgewicht gebe es nicht nur bei der Machtverteilung zwischen Distributionen und Upstream-Projekten, sondern auch im Distributionsmarkt selbst, schreibt Shuttleworth. Shuttleworth misst dieses Ungleichgewicht unter anderem an den erzielten Einkünften. So beanspruche Red Hat 80 Prozent des Marktes für bezahlte Linux-Distributionen. Hingegen würden Debian und Ubuntu viel stärker angenommen, erzielten aber geringere Erträge. Dazu komme, dass Upstream-Projekte wenig institutionelle Stärke aufwiesen.

Wettbewerb fördern

Nach Ansicht von Shuttleworth würde die Überwindung dieses Ungleichgewichts zu mehr Wettbewerb und dadurch zu mehr Innovationen führen. Deshalb müssten die Projekte gestärkt und die Distributionen im Gegenzug geschwächt werden, argumentiert er.

Allerdings sei nicht nur das Innovationspotenzial geschwächt. Auch für Tätigkeiten, die über das Schreiben des Quellcodes hinausgingen, fehlten bei den Upstream-Projekten, die unabhängig von Unternehmen arbeiten, die Kapazitäten. So könnten sich Unternehmen hinter Projekten besser um Dokumentation, Tests oder auch Werbung kümmern. Als Beispiele dafür nennt er die Projekte Qt und MySQL, die jeweils von großen Firmen unterstützt werden.

Als Ausnahme nennt Shuttleworth den Linux-Kernel. Das Projekt sei nicht direkt auf solche Unternehmen angewiesen, werde aber indirekt von ihnen unterstützt, da sie aus Eigeninteresse einen Großteil des Quellcodes beitrügen.

Macht ist zwingend notwendig

Aus seinen Erfahrungen mit dem Erfolg von iOS und Android zieht Shuttleworth den Schluss, dass Open-Source-Projekte Macht benötigen, um ein rentables Ökosystem aufzubauen. Auch wenn Macht missbraucht werden könne, so müsse den Institutionen doch mehr gegeben werden. Nur mit starken Spielern könne gegen die Konkurrenz proprietärer Anbieter vorgegangen werden.

Für Shuttleworth spielt seine Firma Canonical dabei eine wichtige Rolle. Da Ubuntu auf Endanwender ausgerichtet sei, liege es im Interesse Canonicals, die unabhängigen Projekte zu stärken, damit diese die Qualität der Software gewährleisten könnten und die Software nicht von Canonical für Ubuntu poliert werden müsse.

Shuttleworth bittet Leser um Ideen

Schwächen von Open-Source-Projekten sieht Shuttleworth unter anderem in der Organisation. So kreidet er an, dass Projekte Non-Profit-Institutionen gründeten, aber mit den Verwaltungsangelegenheiten überfordert seien. In diesem Punkt widerspricht Free-Software-Aktivist Bradley M. Kuhn in einem Kommentar scharf. Ein konkretes Beispiel spart Shuttleworth schließlich aus.

Außerdem sei der Tenor in Diskussionen häufig, dass Macht gefürchtet werde. Das Individuum werde hingegen gepriesen, schreibt Shuttleworth. Das Problem sei jedoch, dass sich dadurch die Macht lediglich woanders konzentriere, zum Beispiel bei den Distributionen.

Zuletzt stellt Shuttleworth eine Frage an die Leser: "Was können wir tun, um mehr Mozillas, mehr MySQL, mehr Qts und mehr Openstacks zu erschaffen?" Eine Antwort gibt er nicht. Allerdings verspricht er, interessante Ansätze und Kommentare im nächsten Eintrag auf seinem Blog zusammenzufassen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-79%) 8,49€
  2. 43,99€
  3. 20,99€ - Release 07.11.

zZz 15. Jun 2011

1. mark kann kein deutsch lesen 2. mark verkehrt demnach eher selten im golem forum wenn...

Thread-Anzeige 15. Jun 2011

Die Netbook-Versionen sind teilweise deutlich eingeschränkt. Bei den Statistiken muss man...

Thread-Anzeige 14. Jun 2011

Crowdsourcing war eine Idee aus dem Forum. Praktisch jeder war dagegen. Heute ist es...


Folgen Sie uns
       


FritzOS 7 - Test

FritzOS 7 steckt voller sinnvoller Neuerungen: Im Test gefallen uns der einfach einzurichtende WLAN-Gastzugang und die praktische Mesh-Übersicht. Nachholbedarf gibt es aber noch bei der NAS-Funktion.

FritzOS 7 - Test Video aufrufen
Augmented Reality: Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone
Augmented Reality
Das AR-Fabrikgelände aus dem Smartphone

Derzeit ist viel von einer Augmented Reality Cloud die Rede. Golem.de hat mit dem Berliner Startup Visualix über den Stand der Technik und künftige Projekte für Unternehmenskunden gesprochen - und darüber, was die Neuerungen für Pokémon Go bedeuten könnten.
Ein Interview von Achim Fehrenbach

  1. Jarvish Motorradhelm bringt Alexa in den Kopf
  2. Patentantrag Apple plant Augmented-Reality in der Windschutzscheibe
  3. Magic Leap Lumin OS Erste Bilder des Betriebssystems für Augmented Reality

Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
Apple Watch im Test
Auch ohne EKG die beste Smartwatch

Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Neues Produkt USB-C-Ladekabel für die Apple Watch vorgestellt
  2. Skydio R1 Apple Watch zur Drohnensteuerung verwendet
  3. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung

Life is Strange 2 im Test: Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller
Life is Strange 2 im Test
Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller

Keine heile Teenagerwelt mit Partys und Liebeskummer: Allein in den USA der Trump-Ära müssen zwei Brüder mit mexikanischen Wurzeln in Life is Strange 2 nach einem mysteriösen Unfall überleben. Das Adventure ist bewegend und spannend - trotz eines grundsätzlichen Problems.
Von Peter Steinlechner

  1. Adventure Leisure Suit Larry landet im 21. Jahrhundert

    •  /